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Verkaufsargumente für Biomolkereiprodukte

Artgerechte und flächengebundene Tierhaltung

Die Herstellung von Biomilch beginnt mit der artgerechten Haltung der Kühe. Die Tiere werden so gehalten, dass sie ihre angeborenen Verhaltensweisen ausleben können und sie keinen gesundheitlichen Schaden nehmen. Milchkühe haben Auslauf auf der Weide und ihre Ställe sind so gestaltet, dass sie sich wohlfühlen. Die Fütterung ist bedarfsgerecht und ausgewogen und stammt weitestgehend vom eigenen Betrieb. Wirkstoffzusätze wie Antibiotika oder Masthilfsmittel sind verboten.

Die Krankheitsvorsorge hat einen hohen Stellenwert. Grundlage für Tiergesundheit ist die artgemäße Haltung und Fütterung, eine standortangepasste Rassenwahl und geeignete Zucht. Bei Krankheiten werden so weit wie möglich Tierarzneimittel aus der Naturheilkunde eingesetzt.

Schonende Erhitzung und Verarbeitung

Käselaib, Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster
Biokäse besteht zu 100 Prozent aus Biomilch. Foto: Thomas Stephan, BLE

Bei der Verarbeitung soll Biomilch so schonend wie möglich erhitzt werden. Das Pasteurisieren wird von den meisten Biomolkereien als Kompromiss zwischen Haltbarkeit auf der einen Seite und unverändertem Erhalt aller Nährstoffe auf der anderen Seite akzeptiert. Die EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau erlauben grundsätzlich auch das Ultrahocherhitzen und Sterilisieren. Durch die hohe Hitzeeinwirkung bei diesen Verfahren werden längere Haltbarkeiten erreicht, gleichzeitig jedoch auch Nährstoffe verändert bzw. zerstört. Aus diesem Grund lehnen die meisten Ökoverbände und -betriebe diese Verfahren ab. Auch auf eine Homogenisierung wird bei Biomilch häufig verzichtet.

So wenig Zusatzstoffe wie möglich

In der Verarbeitung von Ökomilch werden so wenig Zusatzstoffe wie möglich eingesetzt werden. Die EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau enthalten eine Positivliste mit den erlaubten Stoffen. Dabei gilt, dass nur solche Stoffe zugelassen werden, die zur Herstellung unbedingt erforderlich sind. Grundsätzlich dürfen keine gentechnisch veränderten Zutaten und Zusatzstoffe verarbeitet werden. Ebenfalls verboten sind naturidentische Aromen.

Umweltfreundliche Verpackung

Wie für alle anderen Bioprodukte gilt auch für Milch und Molkereiprodukte: Es werden kurze Transportwege angestrebt, ebenso wie ein sparsamer Umgang mit Verpackungsmaterialien und möglichst die ausschließliche Verwendung von Mehrwegverpackungen und Recycling der übrigen Verpackungen. Daher werden im Mopro-Bereich vielfach Pfandmehrweggläser und -flaschen eingesetzt, aber auch mit Polyethylen beschichtete Kartonverpackungen, Schlauchverpackungen und Folien aus Polyethylen oder Polypropylen und andere.

Letzte Aktualisierung: 03.11.2015