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Verkaufsargumente für Bioobst und -Gemüse

Frau mit Äpfeln in den Händen
Bei der Produktion von Bioäpfeln werden keine synthetischen Pflanzenschutzmittel eingesetzt. Foto: Dominic Menzler, BLE

Obst und Gemüse sind wichtige Bestandteile der täglichen Ernährung. Studien haben belegt, dass ernährungsbedingten Krankheiten vorgebeugt werden kann, wenn ausreichend Obst und Gemüse gegessen wird. Neben Vitaminen und Mineralstoffen enthalten Früchte und Gemüse viele Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, sie haben einen hohen Wasser- und einen relativ niedrigen Energiegehalt.

Der hohe Gesundheitswert dieses Sortiments macht es für den Biobereich besonders wichtig. Bei der ökologischen Erzeugung von Obst- und Gemüse dürfen keine mineralischen Düngemittel und synthetische Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden.

Wirtschaften im Einklang mit der Natur

Der ökologische Obst- und Gemüsebau setzt in erster Linie auf vorbeugende Maßnahmen, um Schädlinge, Krankheiten und Unkräuter unter einer bestimmten Schadschwelle zu halten. Eine optimierte Fruchtfolge, geeignete Arten- und Sortenwahl, mechanische und thermische Unkrautbekämpfung, Schutz von Nützlingen durch Schaffung günstiger Verhältnisse (zum Beispiel Hecken, Nistplätze oder Aussetzung von Gegenspielern) sind wichtige Maßnahmen, um dieses Ziel zu erreichen.

Schnell verfügbare mineralische Düngemittel werden nicht eingesetzt, alle Anbaumaßnahmen zielen auf die Erhaltung beziehungsweise Steigerung der Bodenfruchtbarkeit. Für die Stickstoffversorgung der Pflanzen wird die Fähigkeit von Leguminosen ausgenutzt, Stickstoff aus der Luft zu binden und so in den Betriebskreislauf einzuführen.

Bei ökologisch erzeugten Zitrusfrüchten ist der Einsatz von Konservierungsstoffen verboten, mit denen nach der Ernte die Schalen behandelt werden, um Schimmelbefall zu verhindern, beispielsweise Biphenyl, Orthophenylphenol und Tiabendazol. Die Schalen von Ökozitrusfrüchten werden überhaupt nicht behandelt oder mit pflanzlichen Harzen, Wachsen und Ölen geschützt.

Regional, saisonbezogen und frisch

Viele Anbieter von Bioobst und -gemüse setzen auf saisonale und regionale Produkte. Dieses Ziel kann aufgrund klimatischer Bedingungen natürlich nur für einen Teil des Sortiments umgesetzt werden. Zur Ausweitung der Saison bzw. zur Überbrückung der "Off-Season" werden Produkte unter Glas oder Folie angebaut oder importiert. Südfrüchte wie Bananen oder Zitrusfrüchte sind aus dem Lebensmittelangebot in Deutschland nicht mehr wegzudenken. Sie müssen generell eingeführt werden, wobei Bioimportware - egal woher sie kommt - immer dem Standard der EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau entsprechen muss.

Bei Bioobst und -gemüse liegt der Schwerpunkt auf der Vermarktung von Frischware. Wenn es verarbeitet wird, dann so schonend wie möglich. So hat in den letzten Jahren Tiefkühlkost im Biobereich an Bedeutung gewonnen, weil es sich dabei um ein besonders nährstoffschonendes Haltbarmachen handelt.

Letzte Aktualisierung: 02.11.2015