Kinder


Nudeln

Es gibt unglaublich viele Nudelsorten: lange und kurze, dicke und dünne, helle und dunkle, grüne und rote und, und, und.

Pasta mit Tomatensauce. Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster.
Mögen fast alle Kinder gern: Nudeln.Foto: Dominic Menzler, BLE

In Italien heißen die Nudeln Pasta. Pasta heißt Teig und meint im Grunde Nudelteig. Der Nudelteig besteht meist aus Getreide, Wasser und Salz. Als Getreideart kommt häufig Hartweizen in den Teig. Der Hartweizen gedeiht im sonnenverwöhnten Mittelmeerraum, also auch im Pastaland Italien. Hartweizen ist eine besonders kleberreiche Weizensorte. Der Grieß daraus ergibt einen elastischen Teig und eignet sich daher sehr gut für die Teigwarenherstellung.

In Deutschland werden Nudeln auch aus weniger kleberreichen Weichweizensorten hergestellt. Damit der Teig die optimale Konsistenz erhält, werden Eier hinzugefügt. Auch aus anderen Getreidesorten, zum Beispiel aus Dinkel können Nudeln hergestellt werden.

Neben hellen Nudelsorten gibt es auch dunklere Vollkornnudeln. Vollkornnudeln werden aus dem vollen Korn hergestellt und enthalten deshalb viel mehr Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe. Vollkornnudeln machen schneller und länger satt.

Tipps fürs Nudeln kochen

Nudeln kochen ist eigentlich ganz einfach: Du brauchst einen großen Topf, einen Kochlöffel, Wasser, Salz und natürlich die Nudeln.

  • Nudeln wollen beim Kochen genügend Platz haben. Daher sollte man einen großen Topf verwenden und ihn reichlich mit Wasser befüllen. Pro 100 Gramm Nudeln brauchst du etwa einen Liter Wasser und etwa einen halben Teelöffel Salz.
  • Vergiss den Topfdeckel nicht, während das Wasser im Topf zum Kochen gebracht wird.
  • Die Nudeln werden ins kochende Wasser gegeben. Dabei musst du besonders vorsichtig sein oder dir von größeren Kindern oder Erwachsenen helfen lassen.
  • Koche die Nudeln ohne Topfdeckel. Damit die Nudeln nicht am Topfboden kleben, werden die Nudeln umgerührt. Auch während der Kochzeit solltest du die Nudeln ein paarmal umrühren, damit sie nicht aneinanderkleben.
  • Nach dem Abschütten kannst du die Nudeln im Sieb warm halten. Dazu hängst du das Sieb in einen Topf, dessen Boden mit heißem Wasser bedeckt ist, und legst den Topfdeckel auf das Sieb.

Kleines Pasta-Lexikon

Für die meisten Pasta-Sorten werden die ursprünglichen italienischen Namen verwendet und auch die italienische Schreibweise beibehalten.

  • Spaghetti: lange Teigschnüre
  • Tagliatelle (oder Fettuccine): Bandnudeln
  • Fettucelle: schmale Bandnudeln
  • Pappardelle: sehr breite Bandnudeln
  • Mafaldine: Bandnudeln mit wellenförmigem Rand
  • Fusilli: spiralförmige Nudeln
  • Sedanini: Hörnchennudeln
  • Rigatoni: dicke Hörnchennudeln
  • Penne: schräg abgeschnittene kurze, dicke Nudelröhrchen
  • Maccheroni: lange, röhrenförmige Nudeln (eingedeutscht: Makkaroni)
  • Conchiglie: Nudeln in Muschelform
  • Farfalle: Schmetterlingsnudeln
  • Orecchiette: Nudeln in Öhrchenform
  • Cannelloni: gefüllte Teigrollen
  • Lasagne: Teigplatten
  • Ravioli: gefüllte Teigtaschen
  • Tortellini: gefüllte Teigringe
  • Tortelloni: große, gefüllte Teigtaschen

Endet der Nudelname auf -ini (zum Beispiel Sedanini) handelt es sich um kleinere Nudelformen, endet er auf -oni (zum Beispiel Rigatoni) sind die Nudeln größer.

Nudeln selber machen

Maschine zur Herstellung von Breitbandnudeln. Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster.
Nudeln werden mit Maschinen hergestellt. Foto: Thomas Stephan, BLE

Nudelteig kannst du auch selbst machen. Ohne Maschine wird der Nudelteig zwar nicht ganz so dünn. Dafür sind frische selbstgemachte Nudeln etwas ganz Besonderes, und bei den Nudelformen kannst du selbst kreativ werden (Schleifchen formen, kleine Ausstechförmchen verwenden…).

Für zwei bis drei Nudelportionen braucht man:

  • 200 Gramm fein gemahlenen Weizen oder Dinkel
  • 2 Eier der Größe M
  • ½ TL Salz

So wird's gemacht:

  1. Schütte das Mehl (bis auf einen kleinen Rest, den du später als Streumehl verwendest) in eine Schüssel. Drücke eine Mulde in den "Mehlberg".
  2. Schlage die Eier auf und lasse sie in die Mulde laufen. Streue das Salz oben drüber.
  3. Jetzt werden alle Zutaten verknetet; am meisten Spaß macht das mit sauberen Händen. Am Anfang ist der Teig noch dünnflüssig, doch je länger du knetest, desto fester wird der Teig. Du kannst den Teig kräftig mit den Handballen bearbeiten. Von Zeit zu Zeit schlägst du den Teig auf eine saubere Unterlage, das macht ihn geschmeidig. Der Teig wird so lange bearbeitet, bis er ganz elastisch ist und nichts mehr an der Schüssel klebt.
  4. Streu etwas Mehl auf ein Brett und rolle den Teig mit einem Nudelholz dünn (einige Millimeter) aus.
  5. Schneide vom Nudelteig die gewünschten Nudelformen ab. Für Bandnudeln kannst du den leicht angetrockneten Nudelteig zu einer Rolle zusammenrollen und von dieser Rolle die Nudeln quer abschneiden.
  6. Lass die Nudeln eine halbe Stunde lang trocknen, bevor du sie kochst.

Die selbstgemachten frischen Nudeln schmecken mit Soßen oder auch ganz einfach mit Butter und frischen kleingeschnittenen Kräutern (zum Beispiel Basilikum, Schnittlauch oder Oregano.

Probier doch mal diese Nudelsoße: Soße Napolitana.

Lust auf Spaghetti, Makkaroni und Co.?

Letzte Aktualisierung: 28.10.2015