Kinder


Raus auf den Biohof!

Ferkel im Auslauf. Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster.
Landluft schnuppern. Foto: Thomas Stephan, BLE

Biojoghurt, Biomilch, Biobutter – alle Lebensmittel, die ihr im Supermarkt seht, gibt es mittlerweile auch in sogenannter Bioqualität. Diese Produkte stammen "aus biologischer Landwirtschaft". Gleichbedeutend mit "Bio" ist der Begriff "Öko". Daher sieht man auch häufig die Bezeichnung "aus ökologischer Landwirtschaft" auf den Produktetiketten. Ein Gesetz sorgt dafür, dass nicht einfach jede Bäuerin und jeder Bauer sagen kann, er oder sie produziere Bioprodukte. 

Nur: Was ist das Besondere an Biokartoffeln, Biomöhren, Milch von Kühen aus ökologischer Haltung? "Bio", "Öko" – was heißt das eigentlich genau?

Landwirt erklärt auf dem Feld. Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster!
Biolandwirte erklären dir den Ökolandbau anschaulich direkt vor Ort. Foto: Thomas Stephan, BLE

Das könnt ihr aus erster Hand von den Biobäuerinnen und Biobauern unserer Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau erfahren. Sie können euch ganz genau erklären, wie sie ihre Nutztiere halten und auch, warum der Mist von Kühen, Hühnern und Co. so ein wertvolles Gut ist. Denn Grundprinzip in der Biolandwirtschaft ist das Arbeiten in einem möglichst geschlossenen Kreislauf. Das heißt, Biobäuerinnen und Biobauern möchten gerne die Nahrung sowohl für Tiere als auch für Pflanzen auf ihrem Hof produzieren. Das ist gar nicht so einfach und erfordert viel Wissen über die biologischen Prozesse in der Natur. Die versteht man natürlich am besten, wenn man sie von einem Experten oder einer Expertin erklärt bekommt. Und noch besser ist es, wenn man mittendrin ist - und zwar zwischen Kartoffeldämmen, grunzenden Schweinen und gackernden Hühnern der Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau. 

Die Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau findet ihr auch ganz in eurer Nähe. Unter Demobetriebe im Porträt könnt ihr euch Biohöfe in eurem Bundesland aussuchen und euch schon vorab über die Besonderheiten der Biohöfe informieren.

Unter dem Motto "Bio live erleben!" öffnen die Bauernhöfe auch ihre Pforten für ein Hoffest oder Führungen. Die nächsten Veranstaltungen findet ihr unter Termine.

Ihr könnt aber auch einfach bei den Höfen anrufen und nach einem alternativen Termin fragen. Bevor es auf den Biohof geht, sprecht mit eurer Lehrerin oder eurem Lehrer ab, ob ein Bauernhofbesuch als Klassenausflug möglich ist. Ansonsten überlegt euch, ob ihr den Hof in eurer Freizeit mit Freunden oder eurer Familie erkunden wollt.

Fragen, die ihr euch vorab stellen solltet, sind:

  1. Welche Kosten entstehen?

    Die Demonstrationsbetriebe sind für die Kooperation bestens geeignet. Die meisten ermöglichen einen kostenlosen Besuch. Ihr solltet aber auf jeden Fall vorher fragen, ob und in welcher Höhe Kosten anfallen. Erkundigt euch in der Schule, ob es in eurem Bundesland ein Förderprogramm für Bauernhofbesuche gibt.
  2. Was wollt ihr auf dem Hof sehen und kennenlernen?

    Macht euch vorab gemeinsam in der Gruppe Gedanken darüber, was ihr von einem Hofbesuch erwartet. Es gibt Hofbesichtigungen von ein bis drei Stunden Dauer. Häufig besteht auch die Möglichkeit, einen ganzen Tag auf dem Bauernhof zu erleben und zum Beispiel bei verschiedenen Tätigkeiten wie der Ernte oder bei Stallarbeiten mitzuhelfen. Auch mehrtägige Aufenthalte mit Übernachtung sind möglich. Formuliert eure eigenen Wünsche und die Fragen, die ihr beim Besuch klären wollt.
  3. Sprecht euch vor dem Besuch mit der Betriebsleitung ab!

    • Wie groß ist eure Besuchsgruppe?
    • Wie alt seid ihr und welche Vorkenntnisse bringt ihr mit?
    • Welcher Termin ist für den Besuch von der Jahreszeit und der Arbeitssituation auf dem Hof her möglich?
    • Ist der gewünschte Themenschwerpunkt möglich? Könnt ihr selbst aktiv werden?
    • Welche Regeln gilt es auf dem Hof zu beachten?
    • Was muss an Verpflegung und Kleidung mitgebracht werden?
    • Fragt auch nach, ob bei schlechtem Wetter der Termin verschoben werden kann oder ein Schlechtwetter-Programm möglich ist.
    • Nicht vergessen: Klärt, ob es in der Gruppe jemanden mit einer Allergie gibt (zum Beispiel gegen Pferdehaare oder Stroh).

So, die wichtigsten Sachen sollten jetzt geklärt sein. Haltet eure gemeinsamen Absprachen in einer Checkliste fest und sorgt für entsprechenden Informationsfluss in der gesamten Gruppe.

Vor dem Besuch solltet ihr euch natürlich noch auf euren gewählten Themenschwerpunkt vorbereiten. Auf Oekolandbau.de seid ihr richtig, wenn es um den Biolandbau geht. Hier findet ihr  zu fast allen Aspekten des Ökolandbaus und von Biolebensmitteln die passenden Informationen.

Überlegt euch auch - am besten schon vor dem Besuch -, wie ihr die Erfahrungen und Erlebnisse auf dem Hof dokumentieren wollt. Da sind ganz unterschiedliche Formen möglich: Bericht, Fotodokumentation, Diskussionsrunde, Präsentation oder eine Wandzeitung sind genauso möglich wie ein Hörspiel oder auch ein Video- oder Musikclip.


Einen Bio-Hof finden

242 Demonstrationbetriebe öffnen ihre Hoftore für interessierte Gruppen

Projekt „Besuch eines Biobauernhofs“

Projektvorschlag (PDF-Datei)

Gut informiert auf den Biohof

Fachinfos zum Einstieg (PDF-Datei)

Schwarz auf Weiß

Informationsmaterialien zum Biolandbau und zu Biolebensmitteln zum Bestellen oder Runterladen findet Ihr im Service-Bereich

Letzte Aktualisierung: 28.10.2015