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Schülerpraktikum auf dem Biohof

Mädchen mit Huhn auf dem Arm. Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster.
Eier aus den Nestern sammeln, das Hühnermobil saubermachen: Im Praktikum auf dem Biohof gibt es immer viel tun, aber eine Streicheleinheit zwischendurch muss sein.

Du interessierst dich für Natur, Tiere und Pflanzen? Du bist gerne draußen aktiv, packst gerne mit an, wenn es was zu tun gibt? Du hast Spaß daran, selbst etwas auf die Beine zu stellen und arbeitest auch gerne mit anderen zusammen? Du hast handwerkliches Geschick und interessierst dich für moderne Maschinen?

Wer seine berufliche Zukunft nicht dem Zufall überlassen möchte, sollte sich frühzeitig mit der Berufswahl beschäftigen. Im grünen Bereich gibt es zahlreiche Berufsbilder wie Landwirtin und Landwirt, Tierwirtin und Tierwirt, Winzerin und Winzer, Forstwirtin und Forstwirt oder Gärtnerin und Gärtner. Mit einem Schülerpraktikum kannst du in Bereiche reinschnuppern, die dich interessieren. So kannst du dir ein gutes Bild vom Beruf machen und sehen, ob er deinen Vorstellungen entspricht.

Landwirtschaftspraktikum

Die meisten Biohöfe sind Mischbetriebe, das heißt, sie halten Tiere und bauen neben dem Futter für die Tiere auch verschiedene Obst- und Gemüsearten, Kartoffeln und Getreide an. Es gibt aber auch reine Biogartenbaubetriebe, die gar keine Tiere halten. Während des Praktikums hast du die Gelegenheit, die Landwirtinnen und Landwirte bei den vielfältigen Tätigkeiten zu begleiten und mitzuhelfen. Manchmal kannst du auch bestimmte Arbeiten selbständig übernehmen. So vielfältig, wie der Biohof ist, so vielfältig sind auch die Tätigkeiten: Eier sortieren, Setzlinge pflanzen, Kühe füttern, Stall ausmisten, Gemüse ernten und putzen, Kartoffeln abwiegen, Brot backen, Käse herstellen, im eigenen Hofladen Produkte verkaufen usw.

Früh raus und müde ins Bett fallen

Ein Praktikum auf dem Biohof bedeutet auch, dass man sich auf den Tagesablauf des Hofes einlassen und vielleicht auch die eine oder andere lieb gewonnene Angewohnheit zurückstellen muss. Arbeiten auf dem Hof heißt in der Regel, früh aufzustehen und überwiegend körperlich zu arbeiten, meist im Freien - auch wenn einen das Wetter gar nicht nach draußen lockt. Nicht alle Tätigkeiten sind gleich interessant und spannend, einige können auch mal mühsam oder für den einen oder anderen auch langweilig sein. Dein Körper muss sich an den neuen Tagesrhythmus und die körperlich anstrengende Arbeit erst einmal gewöhnen. Vielleicht fällst du abends todmüde ins Bett und hast mehr Hunger als sonst.

Wie du einen Praktikumsbetrieb findest

Mädchen im Kartoffelfeld. Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster.
Nicht jede Arbeit auf dem Biohof macht gleich viel Spaß. Das Ablesen von Kartoffelkäfern ist mühsam, dafür ist die Freude auf eine gute Kartoffelernte um so größer.

Frage in deiner Schule nach, ob es eine Liste mit Praktikumsbetrieben gibt. An manchen Schulen werden solche Listen mit Betrieben geführt, mit denen in der Vergangenheit eine Zusammenarbeit stattgefunden hat.

In unserem Portal unter Demonstrationsbetriebe findest du 242 Biobetriebe nach Bundesländern aufgeführt, von denen einige auch Praktikumsplätze für Schülerinnen und Schüler anbieten. Ansonsten kannst du dich auch an die Bioverbände wenden und nach entsprechenden Praktikumsbetrieben fragen. Hier findest du die Adressen der Bioverbände.

Wie du dich bewirbst

Nicht alle Betriebe, die Praktika anbieten, nehmen auch Schülerinnen und Schüler; deshalb lohnt es sich, kurz telefonisch oder persönlich nachzufragen, ob ein Schülerpraktikum überhaupt möglich ist. Deine Bewerbung kannst du per E-Mail schreiben oder auch als Brief. In der Bewerbung muss natürlich drinstehen, wie du heißt, wo du wohnst und wo du zur Schule gehst. Erzähle etwas von dir: Welches sind deine Lieblingsfächer in der Schule, welchen Hobbys gehst du nach und ganz konkret: Warum möchtest du ein Praktikum in der Landwirtschaft machen und was interessiert dich an diesem Betrieb besonders? Viele Biohöfe haben eine eigene Internetseite, auf der du dir ein erstes Bild vom Betrieb machen kannst. Wenn du schon Erfahrungen auf einem Bauernhof gesammelt hast, berichte davon. Lege ruhig auch ein Foto von dir dazu, damit sich der Betrieb ein Bild von dir machen kann. Vergiss nicht, den genauen Zeitraum für dein Praktikum anzugeben. Geklärt werden muss natürlich auch, wo du während der Praktikumszeit unterkommen kannst.

Letzte Aktualisierung: 28.10.2015