Landwirtschaft


Kontrolle der Umstellung

Die Umstellungszeit beginnt frühestens mit der Anmeldung zum Kontrollverfahren gemäß den EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau. Ein Jahr nach Beginn der Umstellung geerntete Erzeugnisse dürfen als Umstellungsware vermarktet werden. Ernteerzeugnisse, die zwei Jahre nach Beginn der Umstellung ausgesät oder gepflanzt wurden, dürfen als anerkannt ökologische Ware vermarktet werden; bei mehrjährigen Kulturen (außer Wiesen und Weiden) sind dies drei Jahre. 

Bei der Umstellung des Gesamtbetriebes werden Futterflächen und Tierhaltung gleichzeitig umgestellt. Die tierischen Produkte können nach 24 Monaten als Bioprodukte vermarktet werden, wenn sie von Tieren stammen, die schon zu Beginn der Umstellung auf dem Betrieb waren oder nach Beginn der Umstellung hier geboren bzw. als Ökotiere zugekauft wurden und der Futteranteil vom eigenen Betrieb mehr als 50 Prozent beträgt.

Es gibt auch die Möglichkeit, Futterflächen und Tiere schrittweise umzustellen. Die Beimischung von Umstellungsfuttermitteln bis 30 Prozent (aus dem eigenen Betrieb bis 100 Prozent) der Ration ist zulässig.

Bei der schrittweisen Umstellung können die Tiere bzw. deren Produkte erst dann als Ökoprodukte vermarktet werden, wenn sie über nachfolgend aufgeführte Zeiträume gemäß den EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau gehalten und gefüttert wurden:

  • Milchproduzierende Tiere: sechs Monate,
  • Fleisch: Rind zwölf Monate (in jedem Fall Dreiviertel der Lebenszeit); Schwein, Schaf und Ziege sechs Monate; Mastgeflügel: zehn Wochen bei Zukauf bis 3. Lebenstag;
  • Legehennen: sechs Wochen;
  • Imkereierzeugnisse zwölf Monate.

Letzte Aktualisierung: 05.02.2015