Öko-Kontrolle

Öko-Kontrolle

Die EU-Öko-Verordnung legt europaweite Mindeststandards für die Erzeugung und Verarbeitung von Bio-Produkten fest. Die Einhaltung dieser Standards wird regelmäßig kontrolliert. 

Wer kontrolliert? 

Die EU-Mitgliedsstaaten können selbst entscheiden, ob sie das Kontrollverfahren durch staatliche Stellen organisieren oder an private Kontrollstellen delegieren, die dann vom Staat lediglich überwacht werden.

Deutschland hat sich dafür entschieden, die Durchführung der Kontrollen an private Stellen zu vergeben. Derzeit gibt es hierzulande 17 zugelassene und am Markt tätige Kontrollstellen. Überwacht werden diese privaten Anbieter von 15 Überwachungsbehörden.

Verzeichnis der in der Bundesrepublik Deutschland zugelassenen Kontrollstellen[p1] 


Wer wird konrolliert?

Dem Kontrollverfahren werden alle Unternehmen unterzogen, die pflanzliche oder tierische Produkte erzeugen, aufbereiten, lagern oder importieren und diese mit dem Hinweis auf ökologische Erzeugung vermarkten. Auch Hersteller von Futtermitteln fallen unter die Verordnung.

Bei der Umstellung eines Betriebs auf Ökolandbau wird zwischen dem Unternehmen und der Kontrollstelle ein Kontrollvertrag geschlossen. Mit Unterzeichnung dieses Vertrags verpflichtet sich das Unternehmen die EU-Öko-Verordnung einzuhalten und stimmt dem Standardkontrollprogramm der Kontrollstelle zu.

Wie wird kontrolliert? 

Landwirtschaftliche Betriebe sowie Verarbeitungs- und Importunternehmen werden mindestens einmal jährlich von ihrer Kontrollstelle überprüft – bei Bedarf auch öfter. Die Kosten der Kontrolle tragen die Unternehmen.

Die Kontrolleurinnen oder Kontrolleure vereinbaren den Inspektionstermin mit der Betriebsleiterin oder dem Betriebsleiter. Diese haben am Tag der Kontrolle dafür zu sorgen, dass die erforderlichen Unterlagen bereitliegen. Zusätzlich zu der jährlich angemeldeten Hauptkontrolle erfolgen bei mindestens zehn Prozent der Betriebe Stichprobenkontrollen.

Was wird kontrolliert?

Die Kontrolle umfasst

  • die Besichtigung sämtlicher Betriebsgebäude, 
  • eine Begutachtung der Flächen und Kulturen,
  • die Überprüfung des Betriebsmittelzukaufs, 
  • eine Plausibilitätsprüfung der verkauften Mengen,
  • die Überprüfung der Deklaration,
  • gegebenenfalls eine Überprüfung der Trennung zwischen ökologischer und konventioneller Produktion,
  • die Überprüfung der Vorgaben aus dem Umstellungsplan und der bei der letzten Inspektion erteilten Auflagen,
  • die Überprüfung der Haltungssysteme bzw. Haltungsbedingungen der Tiere sowie der Fütterung,
  • die Überprüfung der Rezepturen, des Rohwareneinkaufs und des Warenflusses in der Verarbeitung,
  • bei Verbandsbetrieben zusätzlich auch die Einhaltung der Verbandsrichtlinien.

Die Kontrolleurin oder der Kontrolleur hält die Ergebnisse der Inspektion in einem Prüfbericht fest. Der Betrieb erhält eine Kopie dieses Berichtes und nach der Bearbeitung durch die Kontrollstelle die Auswertung mit Erläuterungen oder gegebenenfalls Auflagen sowie das Zertifikat (Konformitätsbescheid).

Letzte Aktualisierung 17.03.2020

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