Förderrichtlinien des BÖLN

Förderrichtlinien im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau

Das Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) ist ein wesentlicher Baustein des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) zur Unterstützung des Ökolandbaus. Das Ziel des Bundeslandwirtschaftsministeriums ist es, die Rahmenbedingungen für den ökologischen Landbau zu verbessern und den Grundstein für eine weitere Ausdehnung zu legen.

Die Ausdehnung des Ökolandbaus sollte allerdings nachhaltig mit dem Ziel geschehen, das Wachstum von Angebot und Nachfrage im Gleichgewicht voranzubringen. Derzeit zeichnet sich eine kontinuierlich steigende Nachfrage nach ökologisch erzeugten Produkten ab. Das Angebot im Bereich der landwirtschaftlichen Erzeugung in Deutschland hat sich dagegen weniger stark ausgedehnt.

Zurzeit können durch das BÖLN im Themenfeld Landwirtschaft über insgesamt vier Förderrichtlinien verschiedene Projekte gefördert werden. Die Zielsetzungen, Zielgruppen und Fördersätze der Richtlinien sind unterschiedlich. 

Zuschuss zur Umstellungsberatung

Zur Stützung des Erzeugersektors bietet das Bundesprogramm unter anderem folgende Förderung an:

  1. Konventionell wirtschaftende Betriebe und Aquakulturbetriebe mit Interesse am ökologischen Landbau können auf Antrag eine betriebsindividuelle Umstellungsberatung gefördert bekommen. Die mögliche Beratung bezieht sich auf das Gesamtspektrum der betrieblichen Anforderungen.
  2. Landwirtschaftliche Betriebe und Aquakulturbetriebe, die sich in der Umstellung auf ökologischen Landbau befinden, können auf Antrag produktionstechnische und/oder betriebswirtschaftliche Beratung gefördert bekommen.
  3. Neue Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter, die einen schon länger ökologisch wirtschaftenden Betrieb oder Aquakulturbetrieb übernehmen, können auf Antrag eine produktionstechnische und/oder betriebswirtschaftliche Beratung gefördert bekommen.

Die oben genannten Beratungsarten können jeweils separat voneinander beantragt werden. Die Laufzeit ist je nach Beratungsart ein halbes oder ein Jahr und wird mit bis zu fünfzig Prozent der Kosten aber bis maximal viertausend Euro je Unternehmen und Beratungsart gefördert, wenn die in der entsprechenden Richtlinie festgelegten Bedingungen erfüllt sind. Die Richtlinie sowie eine Liste der registrierten Umstellungsberater, die die Beratung durchführen können, kann auf der Homepage des Bundesprogramms Ökologischer Landbau unter "Umstellungsberatung" abgerufen werden.

Richtlinie Informations- und Absatzförderung

Es gibt viele Möglichkeiten, um Kundinnen und Kunden auf den Geschmack von "Bio" zu bringen und gleichzeitig über die Vorzüge von Ökolandbau und Bioprodukten zu informieren. Informations- und absatzfördernde Maßnahmen, bei denen die Besonderheiten der ökologischen Erzeugnisse im Mittelpunkt stehen, können über eine Richtlinie im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau gefördert werden. Förderfähig sind alle Maßnahmen, die konkret die Verbraucherinnen und Verbraucher über den Ökolandbau informieren und den Absatz von Bioprodukten unterstützen. Institutionen wie BioStädte, Vereine, Verbände sowie Erzeuger(-gemeinschaften), die in Deutschland eine Niederlassung haben, sind mögliche Zuwendungsempfänger. Der Richtlinientext, ein Skizzenvordruck sowie weitere Informationen zu der Maßnahme sind verfügbar auf der Webseite des Bundesprogramms unter "Information und Absatzförderung".

Richtlinie über die Förderung von Messe- und Ausstellungsbeiträgen

Um die ökologische und Formen der nachhaltigen Landwirtschaft in Deutschland voranzubringen, braucht es mehr Akzeptanz. Ein vielversprechender Ansatz ist die gezielte Ansprache des Messepublikums, insbesondere durch Vermittlung fundierter Informationen über die ökologische und nachhaltige Landwirtschaft sowie über die Verarbeitung und Vermarktung von Produkten aus diesem Bereich. Das Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) fördert Auftritte auf überregionalen oder internationalen Messen und Ausstellungen. Gefördert werden ökologisch wirtschaftende Unternehmen, aber auch Vereine und Verbände. Der Förderschwerpunkt liegt auf Fachmessen der Ernährungs- und Landwirtschaft. Auftritte auf Bio-Messen werden nicht gefördert.

Mehr Informationen, die Richtlinientexte für Ausstellungs- und Messebeiträge zur ökologischen oder nachhaltigen Landwirtschaft sowie Antragsunterlagen finden Sie auf der Webseite des Bundesprogramms unter "Förderung von Messe- und Ausstellungsbeiträgen".

Richtlinie zur Förderung von Informationen zu Bio-Wertschöpfungsketten

Mit diesem Angebot bekommen Gebietskörperschaften die Möglichkeit, Verbraucherinnen und Verbraucher über den ökologischen Landbau von der landwirtschaftlichen Erzeugung über die Verarbeitung und die Distribution bis hin zum Konsum zu informieren. Dies umfasst vor allem Informationskampagnen, -veranstaltungen und -medien. Als besonders förderwürdig gelten dabei pädagogische Angebote für Kinder, Jugendliche, Auszubildende, Studierende und deren Lehrkräfte zur Information über ökologische und regionale Wertschöpfungszusammenhänge.

Der Richtlinientext, Hinweise zur Antragstellung sowie weitere Informationen sind verfügbar auf der Webseite des Bundesprogramms unter "Informationen zu Bio-Wertschöpfungsketten".

Richtlinie zur Förderung von Bio-Wertschöpfungsketten

Die "Richtlinien zur Förderung von Bio-Wertschöpfungsketten" (RIWert) unterstützen den Aufbau und die Weiterentwicklung von Wertschöpfungskettenpartnerschaften für biologisch erzeugte Produkte vor allem in und für die Region. Förderziel ist die Erhöhung der Kooperationskompetenzen durch Fort-, Weiterbildung und Beratung sowie der personellen Kooperationskapazitäten durch die Schaffung einer Koordinationsstelle. Daneben werden Initialveranstaltungen zur Ausbildung von Bio-WSK gefördert. Dadurch sollen stabile Biowertschöpfungsketten in Regionen geschaffen werden. Der Richtlinientext, Hinweise zur Antragstellung sowie weitere Informationen sind verfügbar auf der Webseite des Bundesprogramms unter "Förderung von Bio-Wertschöpfungsketten".

Letzte Aktualisierung 28.08.2019

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