Bundeswettbewerb Ökologischer Landbau


Demeter-Imkerei Günter Friedmann

Begründung der Jury

Seit April 1999 betreiben Herr und Frau Knoblach als Nebenerwerbslandwirte eine Mastschweinhaltung auf wechselnden Weideflächen. Die besonders artgerechte Tierhaltung kommt ohne Erschließung mit Strom und Wasser und ohne feste Gebäude aus. Die Weidehaltung entspricht den natürlichen Bedürfnissen der Schweine: Ausreichende Bewegung und das Ausleben anderer Instinkte wie wühlen, suhlen und das Erleben von Witterung und Jahreszeiten. Die Mastschweinehaltung im Freiland bietet sich besonders für Ökobetriebe mit geplanter oder bereits praktizierter Schweinemast an. Auch konventionelle Betriebe mit ausreichender landwirtschaftlicher Fläche können diese Lösung aufgreifen.

Im Unterschied zu bisherigen Freilandhaltungen praktiziert die Familie Knoblach ihre Schweinemasthaltung als Fruchtfolge-Glied. Erst nach sechs Jahren wird ein Schlag/Feld wieder als Schweineweide genutzt. Diese Haltungsform eignet sich besonders für Zu- und Nebenerwerbslandwirtschaft, die heute schon mehr als 50 Prozent der Betriebe ausmachen. Auf einem ha Weideland leben maximal 60 Schweine in einem Zeitraum von 130 Tagen. Dadurch werden die Vorgaben der Düngeverordnung eingehalten. Durch die Aussaat von Kleegras als Unter- oder Stoppelsaat bereits im Vorjahr erfolgt eine gewisse Nährstoffbindung. Die arbeitsintensive Bergung von Stroh, dessen Lagerung und die Festmistkette entfallen. Im Vergleich zur Stallmast fallen deutlich geringere Festkosten an. Die Freilandhaltung bietet eine kostengünstige und flexible Lösung für den im fränkischen Raum mit seinen häufig beengten Hofstellen und Dorflagen und ist auch in andere Regionen mit ähnlichen Standortgegebenheiten übertragbar. Nach dem Umbruch des Weidegrundstücks wird Backweizen eingesät.

Letzte Aktualisierung: 17.01.2001