Bundeswettbewerb Ökologischer Landbau


Obsthof Schneider

Schoppenwirtschaft Außenansicht, Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster
Foto: Schneider

Begründung der Jury

Der Obsthof Schneider hat sich in Bereich 4 "Vermarktung" mit seinen sortenreinen Apfelweinen und mit seiner "Schoppenwirtschaft" beworben. Die Betriebsfläche beträgt insgesamt 11,2 Hektar wovon 10,8 Hektar bewirtschaftet werden. Die Umstellung erfolgte 1994 und es sind saisonal bedingt bis zu zehn Personen in diesem Familienbetrieb mit reiner Direktvermarktung beschäftigt.

Der Obsthof Schneider stellt aus sortenreinen Obstsäften Obstweinspezialitäten her, und bietet daneben verschiedene Brotaufstriche und Dörrobst (Äpfel sowie Erd- und Himbeeren) an. Auch wer­den Wildsorten (zum Beispiel wilde Birnensorten oder dem Speierling) mitverarbeitet.

Apfelkörbe, Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster
Foto: Schneider

Im Hofladen werden neben dem eigenen Obst in geringem Umfang auch Gemüse und weitere Pro­dukte von anderen Biohöfen angeboten.

Ein Beispiel für eine gute Kreislaufwirtschaft ist die Ausbringung des Tresters (welcher heute teilweise als "Sondermüll" in der konventionellen Landwirtschaft entsorgt wird) auf die Apfelplantagen. Die Kooperation (Abnahme der Äpfel) mit Eigentümern von Streuobstwiesen trägt zur Pflege und Erhaltung der Kulturlandschaft bei.

Apfelgarten, Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster
Foto: Schneider

Veranstaltung in der Schoppenwirtschaft wie "Kelterfeste" sind öffentlich wirksam und tragen zur Bereicherung der regionalen Kultur bei.

Auf der Obstplantage besonders hervorzuheben ist die anzutreffende Sortenvielfalt von Birnen, Mostäpfeln über Lokalsorten bis hin zu Raritäten wodurch ein wichtiger Beitrag zum Erhalt genetischer Ressourcen geleistet wird. Als besondere Innovation bewertet die Jury die Herstellung von Apfelwein durch Lagerung in Barrique-Fässern.

Letzte Aktualisierung: 17.01.2002