Betriebsporträt: Bio-Gärtnerei Watzkendorf GmbH

Bio-Gärtnerei Watzkendorf GmbH

Regionales Biogemüse für Berlin

In Watzkendorf, in Mecklenburg-Vorpommern etwa 130 Kilometer nördlich von Berlin im südlichen Mecklenburg-Vorpommern gelegen, wurde schon zu DDR-Zeiten Gemüse angebaut. Und das, obwohl die klimatischen Bedingungen und die eher mäßigen Bodenzahlen der Region nicht unbedingt für gärtnerische Kulturen sprechen. Dass es Sabine Kabath und Holger Kasdorf als Geschäftsführung dennoch gelungen ist, die Gemüseanbaufläche seit der Umstellung im Jahr 1996 bis heute auf 21 Hektar zu verdreifachen, spricht für einen äußerst professionellen Anbau und eine kluge Vermarktungsstrategie. 



Angebaut werden Kohl-, Blatt-, Wurzel- und Fruchtgemüse. Dazu kommen verschiedene Zwiebelgewächse. Die Bio-Gärtnerei Watzkendorf GmbH arbeitet eng mit dem Naturkostgroßhandel zusammen, über den ein Großteil der Ware in Berlin vermarktet wird. Beiden Partnern ist daran gelegen, möglichst über die gesamte Saison regionale Bioware anzubieten. Das wird unter anderem durch eine Gewächshausfläche von 6.300 Quadratmetern und knapp 9.000 Quadratmetern Folienhäusern und Folientunneln ermöglicht.  

Das neueste Gewächshaus wird ausschließlich für ein weiteres Standbein des Bioland Betriebs genutzt: der Jungpflanzenanzucht. Die Gärtnerei deckt damit nicht nur den Eigenbedarf, sondern beliefert auch andere Erwerbsgärtnereien, vor allem in Ostdeutschland. Da die ökologische Jungpflanzenanzucht im Gemüsebau äußerst anspruchsvoll ist und das Angebot entsprechend gering, trägt der Betrieb entscheidend dazu bei, den Biogemüsebau in der Region weiterzuentwickeln. Zudem erhalten andere Gärtnereien dadurch die Möglichkeit, statt Hybriden auch samenfeste Sorten anzubauen. Darüber hinaus wird das System der Biojungpflanzenanzucht im Betrieb ständig weiterentwickelt und optimiert. So ist es unter anderem gelungen, den Torfanteil in den Anzuchterden von 80 auf 70 Prozent zu reduzieren.

Innovation und Weiterentwicklung findet in der Watzkendorfer Gärtnerei aber auch an anderer Stelle statt, vor allem bei der Düngung und Bodenfruchtbarkeit. Gemeinsam mit der Landesforschungsanstalt Mecklenburg-Vorpommern werden auf dem Betrieb Verfahren getestet, mit denen der hohe Nährstoffbedarf im Gemüseanbau möglichst humusfördernd gedeckt werden kann. Dafür arbeitet man in Watzkendorf zum Beispiel an Mulchverfahren mit Grünschnitt aus Futterleguminosen.  

Das Wissen um den ökologischen Gemüseanbau bleibt dabei kein Betriebsgeheimnis, sondern wird über eine umfassende Bildungs- und Netzwerkarbeit weitergegeben an Erwerbsgärtnereien, aber auch an interessierte Schulklassen, Verbraucherinnen und Verbraucher.

Letzte Aktualisierung 26.01.2016

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