Ampfer-Knöterich (Polygonum lapathifolium)

Ampfer-Knöterich

Polygonum lapathifolium, Familie: Knöterichgewächse (Polygonaceae)

Schadwirkung des Samenbeikrauts

Ampfer-Knöterich kommt als Beikraut überwiegend in Sommergetreide und Hackfrüchten wie  Zuckerrüben, Mais und Kartoffeln vor. Er ist ein Vektor für Blattläuse wie die Grüne Pfirsichblattlaus und die Schwarze Bohnenlaus,die den "Beet yellows virus" (Vergilbungskrankheit der Beta-Rübe) übertragen.

Merkmale des Ampfer-Knöterichs

Ampfer-Knöterich ist ein einjähriges, formenreiches Samenbeikraut. Die Wurzel ist spindelförmig. Die kahlen Stängel sind aufrecht oder aufsteigend.

Die wechselständigen, elliptisch-lanzettlichen Laubblätter sind deutlich gestielt und im unteren Drittel am breitesten. Die Blattoberseite ist oft rötlich verfärbt. Die Blattunterseite ist reich drüsenartig punktiert. Am Stängel locker anliegend ist eine häutige Nebenblattscheide (Tute) an der Basis der Blätter zu finden. Die Ränder sind kurz bewimpert.

Die kleinen Blüten sind grünlich-weiß oder blassrosa bis purpurrot. Sie sind in aufrechten, walzenförmigen, end- oder blattachselständigen Blütenständen (Scheinähren) angeordnet. Die Blütezeit liegt im Hochsommer und Herbst.

Vermehrung und Verbreitung

Die Samen beiben in bearbeitetem Boden mehr als 10 Jahre lang keimfähig und können Überschwemmung überstehen bzw. auf Wasseroberfläche treiben. Sie werden durch Vögel und Hasen sowie Rinder verbreitet und treten als Besatz in Getreide- und Kleesaat sowie in Bewässerungswasser auf.

Die Samen keimen im Frühjahr aus ein bis vier Zentimeter Bodentiefe. Die Keimblätter besitzen ungleiche Blatthälften und sind schmal, dreimal so lang wie breit, und kurz gestielt.

Standort: Ampfer-Knöterich kommt insbesondere auf nährstoffreichen, lockeren, frischen Böden vor.

Spezifische Regulierungsmethoden

  • Besatzfreies, zertifiziertes Saatgut verwenden
  • Hackfrucht in die Fruchtfolge integrieren
  • Abflammen vom Keim- bis 2-Blattstadium
  • flache mechanische Regulierungsmaßnahmen in Form von mehrfachem Hacken, Häufeln und Striegeln in Frühjahr und Sommer durchführen

Letzte Aktualisierung 24.04.2018

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