Grundstoffe

Grundstoffe im ökologischen Landbau

Bei Grundstoffen (englisch: basic substances) handelt es sich um Stoffe und Gemische, die nicht in erster Linie für den Pflanzenschutz bestimmt sind, aber für diesen Zweck genutzt werden können. In der Regel sind Grundstoffe Produkte aus der Lebensmittelproduktion, wie z.B. Essig, Fruktose, Sonnenblumenöl, Bier und Lecithine.

Grundstoffe sind keine Pflanzenschutzmittel und dürfen auch nicht als solche vermarktet werden. Die Anwendung von Stoffen und Gemischen, die ausschließlich genehmigte Grundstoffe im Sinne der Verordnung (EG) Nr. 1107/2009 enthalten, unterliegt nicht der Zulassungspflicht (§ 12 Absatz 4 Nummer 2 Pflanzenschutzgesetz).

Im ökologischen Landbau dürfen nur Stoffe zum Pflanzenschutz verwendet werden, die im Anhang II der Durchführungsverordnung (EG) Nr. 889/2008 aufgeführt sind (letzte Änderung des Anhangs II mit der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 2019/2164). Auch Regelungen zur Anwendung von Grundstoffen sind hier formuliert. Demzufolge handelt es sich um Substanzen, die unter die jeweiligen Bestimmungen der Verordnungen (EG) Nr. 1107/2009 und (EG) Nr. 178/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates fallen sowie pflanzlichen oder tierischen Ursprungs sind. Sie dürfen nicht als Herbizid, sondern nur zur Regulierung von Schädlingen und Krankheiten verwendet werden.

In der Praxis dürfen die entsprechenden und genehmigten Grundstoffe in Form von selbst hergestellten Zubereitungen mit Wasser zur Regulierung von Schadorganismen im eigenen Betrieb angewendet werden.

Letzte Aktualisierung 29.11.2021

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