Fusarium-Welke (Fusarium oxysporum)

Fusarium-Welke (Fusarium oxysporum)

Schadbildbeschreibung

Auf den Befallsstellen der Knollen bildet sich ein weißlicher, rosafarbener oder bräunlicher Mycel-Belag.

Infizierte Knollen keimen teilweise nicht oder früher als gesunde, zeigen Knöllchensucht oder Fadenkeimigkeit. Besonders nach trocken-warmer Witterung vergilben die unteren Blätter einseitig oder ganzflächig. Befallene Pflanzen welken.

Biologie in Kürze

Die Fusarium-Welke wird durch den Pilz Fusarium oxysporum hervorgerufen. Dieser überdauert mit Hilfe von Dauersporen (Chlamydosporen) im Boden und in infizierten Knollen. Von dort befällt der Pilz die Kartoffeln. Trocken-heiße Witterung begünstigt den Befall im Feld.

Es können Wurzeln, Stolonen, Lentizellen und Augen infiziert werden. Starker Feldbefall führt häufig zu Fadenkeimigkeit bei Pflanzkartoffeln. Tochterknollen werden umso häufiger befallen je länger infizierte Pflanzen, begünstigt durch ausreichende Bodenfeuchte, am Leben bleiben. Im Gegensatz dazu reduziert zusätzliche Beregnung zu Beginn von Trockenperioden den Befall.

Die Pathogenese wird wahrscheinlich nicht so sehr durch die Pathogenität sondern durch die Witterung und die angebaute Kultur bestimmt. Im Lager wird die Ausbreitung der Verbräunungszone bzw. Krankheit in den Knollen bei niedrigen Temperaturen (vier bis sechs Grad) reduziert.

Regulierungsstrategien

Vorbeugende Maßnahmen

  • Verwendung von gesundem, nicht geschnittenen Pflanzgut
  • Vermeiden von zu frühem Pflanzen oder zu spätem Ernten
  • Zusatzberegnung, besonders bei Trockenheit
  • Fruchtfolge: Einhaltung großer Kartoffelanbaupausen

Direkte Maßnahmen / zugelassene Pflanzenschutzmittel

Eine direkte Bekämpfung ist im ökologischen Landbau zurzeit nicht möglich. In Deutschland sind keine Pflanzenschutzmittel verfügbar.

Letzte Aktualisierung 26.07.2010

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