Ramularia-Blattfleckenkrankheit

Ramularia-Blattfleckenkrankheit (Ramularia valerianae)

Schadbildbeschreibung

Es zeigen sich runde, eckige oder längliche, graue Blattflecken, die in der Mitte bräunlich oder hell erscheinen. Die Flecken erreichen eine Größe von 0,5 bis 5 Millimeter. Auf den Blattunterseiten bildet sich auf den Flecken ein weißgrauer Pilzrasen. Bei stärkerem Befall fließen die Flecken zusammen, und das gesamte Blatt vertrocknet.

Für die Verwendung der Wurzeln ist der Befall weniger relevant, jedoch kann durch die Blattschäden die Assimilateinlagerung verringert sein.

Biologie in Kürze

Der Erreger überdauert als Myzel in abgestorbenem Pflanzenmaterial. Im Frühjahr wird der Neuaustrieb der Pflanzen durch Sporen infiziert, welche durch Wasserspritzer und Wind verbreitet werden. Die Sporen keimen auf den Blättern und dringen in das Gewebe ein. Sie bilden nach einer Wachstumsphase ungeschlechtlich in dichten Büscheln Konidienträger mit Konidien, die durch die Spaltöffnungen wachsen oder die Epidermis durchbrechen.

Bei starkem Befall sind diese als grauweißer Belag zu sehen. Die abgeschnürten Konidien dienen der Weiterverbreitung des Pilzes. Auch im Saatgut können sich Pilzsporen befinden.

Regulierungsstrategien

Vorbeugende Maßnahmen

  • Anbaupausen einhalten,
  • Verwendung von gesundem Saatgut und widerstandsfähigen Sorten,
  • gut durchlüftete Bestände (weite Pflanzabstände).

Direkte Maßnahmen / zugelassene Pflanzenschutzmittel

In Deutschland sind keine Pflanzenschutzmittel zugelassen.

Letzte Aktualisierung 22.10.2010

Praxisleitfaden

Cover der Broschüre

Krankheiten und Schädlinge im Arznei- und Gewürz-Pflanzenanbau

Zum Leitfaden (PDF-Dokument)

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