Falscher Mehltau

Falscher Mehltau (Paraperonospora leptosperma)

Schadbildbeschreibung

Auf den Blättern sind bleiche, gelbe Aufhellungen zu sehen, die im weiteren Verlauf auch verbräunen können. Die Blätter vergilben und sterben ab. Auf den Blättern und Stängeln zeigt sich ein weißer Konidienträger-/Sporenrasen. Auch die Blütenköpfe können geschädigt werden, sie bleiben steril und faulen.
Es kann zu deutlichen Ertragsverlusten und zum vorzeitigen Zusammenbruch eines Bestandes kommen.

Biologie in Kürze

Nach dem Auskeimen der Dauersporen (Oosporen) werden Sporen freigesetzt, die über Wind oder Wasserspritzer verbreitet werden. Der Erstbefall erfolgt meist durch zufliegende Sporen beispielsweise aus Überwinterungsbeständen oder von wilder Kamille. Die Infektion des Pflanzengewebes findet besonders bei mittleren Temperaturen und ausreichender Feuchtigkeit statt, hervorgerufen beispielsweise durch starke Temperaturunterschiede. Die Sporen gelangen über die Spaltöffnungen in die Pflanze und bilden dort ein Myzel aus. Es entstehen die Konidienträger, die wieder aus den Spaltöffnungen herauswachsen und als weißer Konidienträgerrasen auf der ganzen Pflanze zu sehen sind. Über die Konidien erfolgt die Massenverbreitung im Bestand, vor allem über Wasserspritzer, durch Wind und Kulturmaßnahmen.

Regulierungsstrategien

Vorbeugende Maßnahmen

  • Geringe Bestandesdichten,
  • windoffene Bestände,
  • keine Neusaaten in der Nähe oder in der Windrichtung von Überwinterungsbeständen.

Direkte Maßnahmen / zugelassene Pflanzenschutzmittel

Stark befallene Bestände sollten umgebrochen werden.

In Deutschland sind keine Pflanzenschutzmittel zugelassen.


Letzte Aktualisierung 22.10.2010

Praxisleitfaden

Cover der Broschüre

Krankheiten und Schädlinge im Arznei- und Gewürz-Pflanzenanbau

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