Landwirtschaft


Gemeine Spinnmilbe syn. Bohnenspinnmilbe (Tetranychus urticae)

Schadbildbeschreibung

Einstiche auf dem Blatt verursachen anfänglich eine punktuelle Gelbfärbung. Stärkerer Befall führt an jungen Blättern zu Kräuselung und Deformationen sowie zu punkt- oder fleckenweisen Blattvergilbungen und Nekrosen. Stark befallene Blätter trocknen aus und fallen ab.

Die gelblichen Milben mit den zwei charakteristischen dunklen Rückenflecken bilden ein typisches, feines Seidengespinst auf der Blattunterseite. Bei starkem Auftreten werden die Blüten und Hülsen deformiert und weisen eine Berostung auf.

Biologie in Kürze

Gemeine Spinnmilbe
Foto: JKI

Während der gesamten Vegetationsperiode erfolgt die Eiablage der Weibchen. Die Entwicklung verläuft über mehrere Stadien vom Ei zum achtbeinigen, erwachsenen Tier. Bei optimalen Temperaturen im Sommer zwischen 20 und 30 Grad sowie Trockenheit kommt es oft zu Massenvermehrungen. Bei warmer Witterung treten im Freiland sechs bis acht Generationen auf.

Ausgewachsene Weibchen überwintern am Fuße der Wirtspflanzen, unter Rindenschuppen, in verschiedenen Hohlräumen, auch in Gewächshäusern. Im Frühjahr besiedeln sie ihre krautigen oder holzigen Wirtspflanzen.

Regulierungsstrategien

Vorbeugende Maßnahmen

  • Nützlinge ansiedeln, fördern und schonen, insbesondere die Raubmilbe Typhlodromus pyri 
  • Nachbarschaft von Überwinterungsquartieren, zum Beispiel Brennnessel, vermeiden
  • befallsfreie Leitmaterialien bei Stangenbohnen verwenden

Direkte Maßnahmen / Zugelassene Pflanzenschutzmittel  

Derzeit sind Pflanzenschutzmittel auf der Basis von Azadirachtin (Freiland), Rapsöl (Gewächshaus), Pyrethrinen+Rapsöl (Freiland) sowie Kali-Seife (Freiland und Gewächshaus) zugelassen.

Letzte Aktualisierung: 02.08.2010