Landtechnik

Landtechnik in der ökologischen Grünlandwirtschaft

Bei Betrieben mit höherem Grünlandanteil sollte am Schlepper eine Grünlandbereifung (mit breiteren und weniger hohen Stollen) selbstverständlich sein. Die Vermeidung von Narbenschäden ist die wichtigste Maßnahme zum vorbeugenden Pflanzenschutz im Grünland unter Ökobewirtschaftung, da Schäden in der Narbe Eintrittspforten für den Ampfer (Lichtkeimer!) darstellen. Schonendes Befahren mit geringen Achslasten bei möglichst trockenem Zustand und geringem Reifenluftdruck sind daher die wichtigsten Grundregeln. Negative Bestandsveränderungen sind häufig die Folge von Bodenverdichtungen (zum Beispiel vermehrtes Auftreten der Gemeinen Rispe).

Durch ihre hohe Schlagkraft und den geringen Wartungsaufwand haben die Kreiselmähwerke die wesentlich schonenderen und leichtzügigeren Balkenmähwerke abgelöst. Ein guter Kompromiss zwischen Leichtzügigkeit, Wartungsfreundlichkeit und Schlagkraft stellen die Scheibenmähwerke dar. Auch die vorteilhafte hohe Mahd von sieben Zentimetern Stoppelhöhe ist bei Scheibenmähwerken automatisch gegeben. Die damit verbundene geringere Narbenverletzung und der zügige Wiederaustrieb sind unter ökologischen Bedingungen besonders wichtig.

Aufbereiter beschleunigen das Abtrocknen des Grüngutes, minimieren die Atmungsverluste und helfen so, die gerade im Ökobetrieb so wichtige Grundfutterqualität abzusichern. Ein Mähen mit Aufbereiter sollte allerdings wegen der damit verbundenen Gefahr der Insektenschädigung (zum Beispiel Bienenflug) nach Möglichkeit auf die frühen Vormittags- und die Abendstunden verlagert werden. Werbegeräte wie Kreiselzetter und Kreiselschwader haben eine bessere Bodenanpassung und sind futter- und narbenschonender bei Verwendung von Kreiseln mit kleinem Kreiseldurchmesser. Darauf sollte beim Neukauf geachtet werden.

Letzte Aktualisierung 24.09.2015

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