Ökologische Hähnchenmast

Ökologische Hähnchenmast

Der Markt für Bio-Geflügelfleisch ist bislang eine Nische, die nur etwa 1,4 Prozent der gesamten deutschen Geflügelfleischproduktion ausmacht. Die Nachfrage nach Öko-Geflügel nimmt jedoch zu: 2019 kauften die Deutschen etwa zehn Prozent mehr Bio-Geflügel als noch im Jahr zuvor. Öko-Masthähnchen haben mit 1,9 Millionen Tieren den größten Anteil am ökologischen Mastgeflügel.

Öko-Hähnchen – hochpreisiges Premiumprodukt

Öko-Hähnchenfleisch ist ein hochpreisiges Premiumprodukt und damit um ein Mehrfaches teurer als konventionelles Hähnchenfleisch. Das hat mehrere Gründe: Zum einen sind die Öko-Küken und das Öko-Futter teurer als im konventionellen Bereich. Entscheidend ist aber vor allem die Mastdauer. Die ist mit rund 80 Tagen in der Öko-Hähnchenmast doppelt so lang wie in der konventionellen und verursacht allein dadurch schon doppelte Erzeugungskosten. Zu Buche schlägt aber auch die im Vergleich zur konventionellen Haltung geringe Besatzdichte.

Eine Chance für Neueinsteiger

Die Öko-Hähnchenmast bietet sich besonders für Neueinsteiger an. Interessierte Betriebe sollten zuerst prüfen, ob sie sich in der Direktvermarktung positionieren können. Denn dort ist die Wertschöpfung am größten und der Einstieg über Mobilställe verhältnismäßig einfach und kostengünstig zu bewerkstelligen. Wer mehr Tiere halten möchte als er selbst vermarkten kann, sollte sich sehr früh um einen Abnehmer bemühen und einen Abnahmevertrag einfordern, der eine Futter-Preis-Bindung enthält. Das bedeutet, dass mit steigenden Futterpreisen automatisch auch der Abnahmepreis für die Hähnchen steigt.

Alles Wichtige über die ökologische Hähnchenmast erfahren Sie in den folgenden Artikeln. Die Informationen stammen aus dem "Managementhandbuch Öko-Masthähnchen und Ökoputen" des Kompetenzzentrums Ökolandbau Niedersachsen (KÖN).



Letzte Aktualisierung 20.09.2021

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