Lämmermast

Ökologische Lämmermast

Schafe eignen sich besonders gut zur Landschaftspflege. Sie haben relativ geringe Ansprüche an Unterkünfte und Futtergrundlage und verwerten Futter im Vergleich zu Rindern ausgezeichnet.

Der Verzehr von Lammfleisch hat in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen. Besonders zu Ostern und Weihnachten ist die Nachfrage nach ökologisch erzeugtem Lammfleisch hoch. Der spezialisierte Lammfleischerzeuger kann folglich zu diesen Feiertagen ein entsprechend gutes Angebot an Schlachtlämmern absetzen.

Für eine wirtschaftlich lohnende Lammfleischerzeugung ist es vor allem wichtig, geeignete Vermarktungswege zu finden. Wirtschaftlich interessant ist der Absatz in der Direktvermarktung oder im Naturkosthandel. Neben der Fleischvermarktung kann auch der Verkauf gegerbter Schaffelle interessant sein.

Haltung

Die ökologische Fleischschafhaltung findet in der Regel als Koppel-, Stall- oder kombinierte Koppelstallhaltung statt. In empfindlichen Naturschutzgebieten ist auch die standortgebundene Hüteschäferei üblich. Wanderschäferei ist heute nur noch von sehr geringer Bedeutung.

Die Mastverfahren orientieren sich vor allem am Markt und am jahreszeitlich bestimmten Futterangebot. Man sollte die Verfahren so abstimmen, dass zu den Absatzspitzen genügend schlachtreife Tiere zur Verfügung stehen. Bevorzugt wird Fleisch von jungen Mastlämmern mit einem Schlachtgewicht bis 20 Kilogramm.

Die Muttertiere können in der Regel problemlos auf der Koppel gehalten werden. Bei der Erzeugung von "Osterlämmern" ist man hingegen auf einen Stall angewiesen, in dem die im Spätherbst geborenen Tiere über Winter gemästet werden können.

Fütterung

Das Mastverfahren bestimmt im Wesentlichen die Fütterung. Um junge, intensiv gemästete Lämmer termingerecht zu erzeugen, bedarf es eines hochwertigen Futters, das neben der Muttermilch bereits ab den ersten Lebenstagen ad libitum angeboten wird. Hierzu haben sich ökologische Mischfutter bewährt.

Wichtig ist auch die leistungsgerechte Fütterung des laktierenden Muttertieres. Dabei kommen Silagen, Heu und Getreideschrote zum Einsatz, die mit zunehmendem Alter auch von den Lämmern gerne gefressen werden. Ökologisch erzeugte Ergänzungsfuttermittel können über Futtermittelunternehmen bezogen werden.

In der Wander- und Hüteperiode dürfen Tiere auf konventionellen Flächen grasen, wenn sie von einer Weidefläche zu einer anderen Weidefläche getrieben werden. Die Aufnahme konventioneller Futtermittel darf dabei nicht über zehn Prozent (bezogen auf die Trockenmasse) der jährlichen Gesamtfuttermenge liegen.

Rassenwahl

Es gibt in Deutschland viele verschiedene Rassen für die Lammfleischerzeugung. Die Auswahl der geeigneten Rasse bzw. Kreuzung richtet sich nach dem Produktionsverfahren und den betrieblichen Gegebenheiten.

Darüber hinaus sind Kriterien wie die Schlachtkörperqualität, Fruchtbarkeit, Frühreife, Saisonalität, Leichtlammigkeit sowie die Eignung für Koppelschafhaltung oder Spezialnutzung (Landschaftsschutz, Moorschutz oder Ähnliches) zu beachten.


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Letzte Aktualisierung 23.05.2018

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