Bioland

Bioland

Kontaktdaten

Bioland-Verband für organisch-biologischen Landbau e.V.

Kaiserstraße 18, 55116 Mainz
Telefon: +49 (0)6131 239790

E-Mail: info@bioland.de
Web: www.bioland.de

Gründung

1971

Anzahl Mitglieder

7.744 Betriebe bewirtschaften 418.381 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche (Stand 1.1.2019, Quelle BÖLW). Dazu kommen über 1.000 Partner aus Herstellung und Handel wie Bäckereien, Molkereien, Metzgereien und Gastronomie.

Beiträge und Kosten

Das Beitragssystem umfasst mit 30 Beitragsstufen und sieben Intensitätsstufen ein sehr komplexes System, um den unterschiedlichen Betriebstypen und Standorten gerecht zu werden. Umstellungsinteressierte erhalten bei einem unverbindlichen Beratungsgespräch Auskunft über den Mitgliedsbeitrag.

Besonderheiten

Bioland ist der größte deutsche Bioverband – nach Anzahl der Betriebe und nach bearbeiteter Fläche. Neben dem Bundesverband existieren neun Landesverbände, acht in Deutschland, einer in Südtirol. Über 1.000 Bioland-Verarbeiterinnen und -Verarbeiter sowie Handelspartnerinnen und Handelspartner verarbeiten und vermarkten die von Biolandhöfen erzeugten Produkte. Zudem bietet ein Beraterteam aus über 100 Fachberaterinnen und Fachberatern bundesweit ein umfassendes Beratungsangebot.

Aktiv ist Bioland zudem über zahlreiche Projekte in der praxisnahen Forschung. Eine eigene Bioland Stiftung setzt sich besonders für die Belange des Bodenschutzes und der ökologischen Vielfalt ein. Seit 2016 sind Bioland und der kleinere Anbauverband Gäa Kooperationspartner mit gleichen Richtlinien, Zertifizierungsverfahren und einem einheitlichen Beitragssystem. In der Partnerschaft bleiben beide Verbände jedoch weiterhin eigenständige Vereine mit ihren jeweiligen Markenzeichen.

Folgende Erzeugerbereiche werden durch die Bioland-Richtlinien geregelt: Landwirtschaft, Garten- und Weinbau, Zierpflanzenbau, Imkerei, Teichwirtschaft und Wildsammlung.

Bioland-Richtlinien zum Pflanzenbau, die über die EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau hinausgehen

Umstellung

Keine Teilumstellung erlaubt, alle Betriebszweige müssen ökologisch bewirtschaftet werden. Eine schrittweise Umstellung ist möglich, muss aber nach spätestens drei Jahren abgeschlossen sein. Es gilt das Prinzip der Bewirtschaftereinheit, das heißt ein und dieselbe Betriebsleitung darf im selben Gebiet nicht gleichzeitig einen konventionellen und einen ökologisch bewirtschafteten Betrieb führen.

Fruchtfolge

Fruchtfolgen müssen Leguminosen als Haupt- oder Zwischenfrucht oder in Mischkultur enthalten.

Biogas

In Biogasanlagen von Bioland-Betrieben darf maximal 25 Prozent konventionelles Substrat eingesetzt werden. Ziel: Ab 2020 kein konventionelles Substrat mehr zulässig. Gärreste aus Biogasanlagen von Bioland-Betrieben sind als Düngemittel zugelassen.

Höhe der Stickstoffdüngung

Maximal 112 Kilogramm Gesamtstickstoff pro Hektar und Jahr zulässig, möglichst organische Dünger vom eigenen Betrieb.

Zukauf von Stickstoffdüngern

Maximal 40 Kilogramm Stickstoff pro Hektar und Jahr in Form von betriebsfremden organischen Düngern zulässig.

Komposte aus Haushaltsabfällen (Biotonne) müssen den strengeren Vorgaben von Bioland entsprechen.

Verboten sind:
  • Gülle, Jauche und Geflügelmist aus konventioneller Tierhaltung sowie Gärreste aus rein konventionellen Biogasanlagen,
  • Blut-, Fleisch- und Knochenmehle,
  • Guano.

Saatgut

Die Verwendung von CMS-Hybriden ist verboten.

Kupfereinsatz

Kupfer darf bis zu einer Menge von drei Kilogramm pro Hektar und Jahr eingesetzt werden (in Hopfen bis vier Kilogramm pro Hektar und Jahr). Im Kartoffelanbau nur mit Ausnahmegenehmigung durch Bioland.

Reinigungs- und Desinfektionsmittel

Es dürfen nur Mittel eingesetzt werden, die auf einer Positivliste aufgeführt sind.

Vermarktung

Zertifizierte Mitgliedsbetriebe können Produkte unter dem Bioland-Markenzeichen vermarkten und bewerben. Der Verkauf von Erzeugnissen unter der Marke Bioland setzt einen Erzeugervertrag mit Betriebsnummer voraus, der zur Einhaltung der Bioland-Richtlinien verpflichtet. Für die Markenzeichen-Nutzung fallen keine zusätzlichen Kosten an. Bioland bietet seinen Mitgliedern eine Vielfalt an Verpackungsmaterialien, Werbeartikeln und Verkaufshilfen.

Kontrollen

Mindestens einmal pro Jahr nach EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau und nach Verbandsrichtlinien durch eine unabhängige Kontrollstelle. Zusätzliche Stichprobenkontrollen sind möglich. Auf allen tierhaltenden Betrieben findet einmal jährlich eine verbindliche Tierwohlkontrolle statt.

Letzte Aktualisierung 23.08.2019

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