Biopark

Biopark

Kontaktdaten

Biopark e. V.

Rövertannen 13, 18273 Güstrow
Tel.: +49 (0)3843 24 50 30

E-Mail: info@biopark.de
Internet: https://biopark.de

Anzahl Mitglieder

Etwa 400 Landwirtschaftsbetriebe bewirtschaften 107.050 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche (Stand 1.1.2019, Quelle BÖLW). Hinzu kommen 100 Verarbeiterinnen und Verarbeiter und Händlerinnen und Händler.

Beiträge und Kosten

Der Mitgliedsbeitrag für Erzeugerinnen und Erzeuger setzt sich aus einer einmaligen Aufnahmegebühr (50 Euro) einer jährlichen Grundgebühr (50 Euro) und einem jährlichen Mindestbeitrag je Fläche (2,50 Euro/Hektar LN) und Tier (Wiederkäuer/Pferde = 1 Euro/Großvieeinheit, Schweine = 2,50 Euro/GV, Geflügel = 5 Euro/GV) zusammen. Je nach Betriebsfläche werden noch Abschläge gewährt. Der maximale Jahresbeitrag je Betrieb liegt bei 7.800 Euro.

Besonderheiten

Biopark wurde in Mecklenburg-Vorpommern von Landwirtinnen und Landwirten und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gegründet. Der überwiegend in Ostdeutschland agierende Verband zählt zahlreiche flächenstarke Betriebe zu seinen Mitgliedern, sodass sich eine durchschnittliche Betriebsgröße von 268 Hektar (Stand 1.1.2019) ergibt. Mehr als 300 Biopark-Betriebe wirtschaften in Naturschutzgebieten. Auf Initiative von Biopark wurde die erste gentechnikfreie Region in Deutschland gegründet.

Biopark hat gemeinsam mit der Umweltorganisation WWF und unter wissenschaftlicher Begleitung durch das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V. den Naturschutzstandard "Landwirtschaft für Artenvielfalt" entwickelt. Entsprechend eines Kataloges werden in den beteiligten Biopark-Betrieben Naturschutzmaßnahmen auf dem Acker, im Grünland und bei Landschaftsstrukturen umgesetzt und durch eine naturschutzfachliche Beratung begleitet.

Folgende Erzeugerbereiche werden durch die Biopark-Richtlinien geregelt: Landwirtschaft und Gartenbau.

Biopark-Richtlinien zum Pflanzenbau, die über die EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau hinausgehen

Umstellung

Keine Teilumstellung erlaubt, alle Betriebszweige müssen ökologisch bewirtschaftet werden. Die Umstellung des Betriebes kann schrittweise erfolgen, sollte jedoch nach spätestens fünf Jahren erfolgt sein. Es gilt das Prinzip der Bewirtschaftereinheit, d.h. ein und dieselbe Betriebsleiterin oder Betriebsleiter darf nicht gleichzeitig einen konventionellen und einen ökologisch bewirtschafteten Betrieb führen.

Fruchtfolge

Der Anbau von Leguminosen als Haupt- oder in Zwischenkulturen als Gründüngung sollte mindestens auf 20 Prozent der bewirtschafteten Ackerfläche erfolgen (einschließlich Rotationsbrache, ausschließlich Dauerbrache)

Biogas

In Biogasanlagen von Biopark-Betrieben darf maximal 30 Prozent konventionelles pflanzliches Substrat eingesetzt werden. Ziel: den Anteil konventioneller Substrate bis 2020 in jährlichen Schritten auf 10 Prozent reduzieren. Gärreste aus Biogasanlagen von Biopark-Betrieben sind als Düngemittel zugelassen.

Höhe der Stickstoffdüngung

Maximal 112 Kilogramm Gesamtstickstoff pro Hektar und Jahr zulässig, möglichst organische Dünger vom eigenen Betrieb.

Zukauf von Stickstoffdüngern

Maximal 40 Kilogramm Stickstoff pro Hektar und Jahr in Form von betriebsfremden organischen Düngern zulässig.

Verboten sind:
  • Gülle, Jauche und Geflügelmist aus konventioneller Tierhaltung sowie Gärreste aus rein konventionellen Biogasanlagen,
  • Blut-, Fleisch- und Knochenmehle,
  • Komposte aus Haushaltsabfällen (Biotonne).

Saatgut

Die Verwendung von CMS-Hybriden ist verboten. Keine Hybridsorten im Raps- und Getreideanbau (Ausnahme Mais) zulässig.

Kupfereinsatz

In Kartoffeln und Sonderkulturen darf Kupfer bis zu einer Menge von drei Kilogramm pro Hektar und Jahr eingesetzt werden.

Reinigungs- und Desinfektionsmittel

Es dürfen nur Mittel eingesetzt werden, die auf einer Positivliste aufgeführt sind.

Vermarktung

Biopark-Mitglieder können ihre Erzeugnisse mit dem Biopark-Zeichen kennzeichnen und bewerben. Die Nutzung der Biopark-Warenzeichen ist für zertifizierte Betriebe und Unternehmen kostenlos. Es muss jedoch ein Zeichennutzungsvertrag unterzeichnet werden. Den Betrieben steht es frei, ihre Produkte über Biopark-Partnerorganisationen (zum Beispiel Biopark Markt GmbH) zu vermarkten.

Kontrollen

Mindestens einmal pro Jahr nach EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau und nach Verbandsrichtlinien durch eine unabhängige Kontrollstelle. Zusätzlich sind unangemeldete Stichprobenkontrollen möglich.

Letzte Aktualisierung 23.08.2019

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