Demeter

Demeter

Folgende Erzeugungsbereiche werden durch die Demeter-Richtlinien geregelt: Land-, Garten- und Weinbau, Imkerei.

Demeter-Richtlinien zum Pflanzenbau, die über die EU-Öko-Verordnung hinausgehen

Vergleich EU-Öko und Demeter – Tierhaltung

Über Demeter

Demeter ist als internationale Bio-Marke auf allen Kontinenten vertreten. Schon seit 1924 bewirtschaften Demeter-Landwirtinnen und -landwirte ihre Felder biologisch-dynamisch. Damit ist Demeter der älteste Bio-Verband in Deutschland. Aufgrund der lebendigen Kreislaufwirtschaft gilt die Demeter-Landwirtschaft als eine sehr nachhaltige Form der Landbewirtschaftung. Demeter-Mitglieder arbeiten nach Richtlinien, die auf den "Landwirtschaftlichen Kurs" von Dr. Rudolf Steiner aus dem Jahr 1924 zurückgehen. Steiner gilt als Begründer der Anthroposophie und hat auch die Waldorfpädagogik und die anthroposophische Heilweise initiiert.

Demeter hat verpflichtende Vorgaben zur Biodiversität in den Richtlinien verankert. Der Verband ist seit vielen Jahrzehnten auch schon mit eigenen Institutionen in der Ökolandbau-Forschung aktiv. Ein eigenes Beraterteam bietet ein umfangreiches Beratungsangebot.

Gründung

1924

Anzahl Mitglieder

In Deutschland wirtschaften etwa 1.600 Demeter-Betriebe auf 84.995 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche (Stand 1.1.2019, Quelle BÖLW). Hinzu kommen etwa 330 Demeter-Herstellerinnen und -Hersteller und -Verarbeiterinnen und -Verarbeiter sowie Vertragspartnerinnen und Vertragspartner aus dem Naturkost- und Reformwaren-Großhandel. Unter dem Dach von Demeter International haben sich Demeter-Landwirtinnen und Landwirte zu einer weltweiten Gemeinschaft zusammengeschlossen. So steht Demeter International für circa 5.300 Erzeuger mit über 190.000 Hektar Anbaufläche in über 60 Ländern.

Beiträge und Kosten

Für die Anerkennung als Demeter-Betrieb ist die Mitgliedschaft in einer regionalen Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) obligatorisch. Die Beiträge werden auf Grundlage von Beschlüssen der jeweiligen LAG berechnet. Da hier verschiedene Faktoren einfließen, variiert die Beitragshöhe je nach Betrieb sehr stark. Zusätzlich muss mit der Bundesorganisation Demeter e.V. ein Markenzeichennutzungsvertrag abgeschlossen werden. Umstellungsinteressierte erhalten bei einem unverbindlichen Beratungsgespräch Auskunft über die genaue Höhe der Beiträge.

Vermarktung

Zertifizierte Betriebe können Produkte unter dem Demeter-Warenzeichen vermarkten und bewerben. Der Demeter-Verband unterstützt seine Mitglieder bei der Vermarktung. Der Fokus liegt hierbei besonders auf der Direktvermarktung und dem Naturkostfachhandel. Alle Erzeugerinnen und Erzeuger, Verarbeiterinnen und Verarbeiter und in der Regel auch alle Händlerinnen und Händler müssen mit Demeter einen Markennutzungsvertrag abschließen. Die Weitergabe von Demeter-Erzeugnissen oder -Produkten an Verarbeiterinnen und Verarbeiter oder Händlerinnen und Händler im Sinne der Vertriebsgrundsätze des Demeter e.V. setzt voraus, dass diese selbst einen gültigen Demeter-Markennutzungsvertrag haben bzw. sich an die Vertriebsgrundsätze halten. Wenn das nicht der Fall ist, dürfen die Produkte nicht unter dem Hinweis auf Demeter vermarktet werden.

Kontrollen

Mindestens einmal pro Jahr nach EU-Öko-Verordnung und nach Verbandsrichtlinien durch eine unabhängige Kontrollstelle (Hinweis: Nur bestimmte Kontrollstellen sind für die Durchführung einer Demeter-Kontrolle zugelassen). Zusätzliche Stichprobenkontrollen möglich. Stichprobenartig findet auf tierhaltenden Betrieben eine Tierwohlkontrolle statt.

Kontaktdaten

Demeter e.V.

Brandschneise 1, 64295 Darmstadt
Tel: +49 (0)6155-8469-0

E-Mail: info@demeter.de
Internet: www.demeter.de

 

 

Letzte Aktualisierung 08.01.2020

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