Ecoland

Ecoland

Kontaktdaten

Ecoland e. V.

Haller Straße 20, 74549 Wolpertshausen
Telefon: +49 (0)7904 97970

E-Mail: info@ecoland.de
Internet: www.ecoland.de

Gründung

1997

Anzahl Mitglieder

51 Betriebe bewirtschaften 2.474 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche (Stand 1.1.2019, Quelle: BÖLW).

Beiträge und Kosten

Jeder Erzeuger-Betrieb zahlt einen Grundbeitrag von 150 Euro / Betrieb und Jahr. Hinzu kommen jährlich fünf Euro / Hektar Grünland, 7,50 Euro / Hektar Acker und 12,50 Euro / Hektar für Obst- und Gartenbau, Weinbau sowie Sonderkulturen. Streuobstflächen und Wald werden nicht berechnet. Der Maximalbetrag pro Betrieb liegt bei 500 Euro.

Besonderheiten

Ecoland ist mit 51 Mitgliedsbetrieben der kleinste ökologische Anbauverband in Deutschland. Das bietet den Vorteil kurzer Wege. Ecoland bezeichnet sich selbst als Regionalverband, der sich auf die Region Hohenlohe im nördlichen Baden-Württemberg konzentriert. Ecoland berät und betreut die Mitgliedsbetriebe fachlich. Ein weiterer Schwerpunkt von Ecoland liegt in Anbau und Vermarktung von ökologischen Naturgewürzen, welche unter dem Schirm "Seeds of Hope" die Grundsätze von Ecoland wiederspiegeln. Dafür ist Ecoland weltweit tätig.

Folgende Erzeugerbereiche werden durch die Ecoland-Richtlinien geregelt: Landwirtschaft und Gartenbau, Bienenhaltung/Imkerei, Wildsammlung.

Ecoland-Richtlinien zum Pflanzenbau, die über die EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau hinausgehen

Umstellung

Keine Teilumstellung erlaubt, alle Betriebszweige müssen ökologisch bewirtschaftet werden. Die Umstellung des Betriebes kann schrittweise erfolgen, sollte jedoch nach spätestens fünf Jahren erfolgt sein. Es gilt das Prinzip der Bewirtschaftereinheit, das heißt ein und dieselbe Betriebsleitung darf nicht gleichzeitig einen konventionellen und einen ökologisch bewirtschafteten Betrieb führen.

Fruchtfolge

In der Fruchtfolge ist ein Mindestanteil an Hauptfruchtleguminosen von einem Fünftel der Ackerfläche einzuhalten. Bei sehr günstigen Bedingungen kann der Anteil mit Zustimmung von Ecoland verringert werden (auf mindestens ein Sechstel), dies gilt auch wenn der Standort besondere Risiken hinsichtlich des Nährstoffaustrages aufweist.

Höhe der Stickstoffdüngung

Maximal 112 Kilogramm Gesamtstickstoff pro Hektar und Jahr zulässig, möglichst organische Dünger vom eigenen Betrieb.

Zukauf von Stickstoffdüngern

Maximal 40 Kilogramm Stickstoff pro Hektar und Jahr in Form von betriebsfremden organischen Düngern zulässig.

Verboten sind:
  • Gülle, Jauche und Geflügelmist aus konventioneller Tierhaltung sowie Gärreste aus rein konventionellen Biogasanlagen
  • Blut-, Fleisch- und Knochenmehle
  • Guano
  • Komposte aus Haushaltsabfällen (Biotonne)

Kupfereinsatz

Kupfer darf bis zu einer Menge von drei Kilogramm pro Hektar und Jahr eingesetzt werden (auch bei Kartoffeln). Bei Hopfen sind maximal vier Kilogramm pro Hektar und Jahr zulässig.

Reinigungs- und Desinfektionsmittel

Formaldehyd ist nicht zugelassen.

Vermarktung

Ecoland-Mitglieder können ihre Erzeugnisse mit dem Ecoland-Zeichen kennzeichnen und bewerben. Für die Zeichennutzung fallen keine Kosten an. Der Verband bietet Absatzmöglichkeiten über bäuerliche Erzeugergemeinschaften.

Kontrollen

Mindestens einmal pro Jahr nach EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau und nach Verbandsrichtlinien durch eine unabhängige Kontrollstelle. Zusätzlich sind unangemeldete Stichprobenkontrollen möglich.

Letzte Aktualisierung 23.08.2019

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