Ecovin

Ecovin

Kontaktdaten

ECOVIN Bundesverband Ökologischer Weinbau

Wormser Str. 162, 55276 Oppenheim
Telefon: + 49 (0)6133-1640

E-Mail: info@ecovin.de
Internet: www.ecovin.de

Gründung

1985

Anzahl Mitglieder

241 Betriebe bewirtschaften 2.467 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche (Stand 1.1.2019, Quelle: BÖLW).

Beiträge und Kosten

Jeder Erzeugerbetrieb (mehr als 0,83 Hektar) zahlt einen Grundbetrag von 80 Euro pro Jahr. Hinzu kommt ein Flächenbeitrag, der gestaffelt ist:

  • bis 5,99 Hektar: 60 Euro / Hektar
  • 6 bis 10,99 Hektar: 45 Euro / Hektar
  • 11 bis 15,99 Hektar: 30 Euro / Hektar
  • Ab 16 Hektar: 10 Euro / Hektar

Außerdem fallen noch Mitgliedsbeiträge der Regionalverbände an (25 bis 100 Euro / Betrieb).

Besonderheiten

Ecovin ist ein Anbauverband der sich speziell um die Belange des ökologischen Weinbaus kümmert. Bei Ecovin sind etwa ein Viertel der Deutschen Ökorebfläche verbandlich organisiert. Ecovin-Weinberge findet man in allen klassischen deutschen Anbaugebieten. Betriebe, welche neben dem Weinbau auch noch in anderen landwirtschaftlichen Bereichen tätig sind, haben die Möglichkeit sich mit ihren Weinbauflächen Ecovin anzuschließen und mit dem Rest einem anderen Bioverband. 2010 haben Ecovin und Demeter eine Kooperation vereinbart. Ziel ist es, alle biodynamischen Weingüter in beiden Verbänden zu organisieren und die daraus entstehenden Synergien zu nutzen.

Der Verband betreibt Lobbyarbeit im Interesse der Mitglieder, unterstützt aktiv die Forschung im Bereich Pflanzenschutz und Rebsortenzüchtung und bietet professionelle Einführungsseminare und Fortbildungen im Bereich Ökoweinbau. Darüber hinaus stellt Ecovin den Mitgliedsbetrieben und Händlerinnen und Händlern eine Reihe von Werbemitteln zur Verfügung.

Seit Jahrzehnten setzt sich Ecovin intensiv für die Förderung der Biodiversität und Artenvielfalt im Weinbau ein. Im Frühjahr 2019 hat Ecovin das Thema Biodiversität nun auch in seinen Richtlinien verankert. Mit dem Ecovin-Biodiversitätsaktionsplan (ECOVIN.bap) kommt diesem Thema entlang der gesamten Produktionskette eine besondere Bedeutung zu.

Folgende Erzeugerbereiche werden durch die Ecovin-Richtlinien geregelt: Weinbau (inkl. Kellerwirtschaft)

Ecovin-Richtlinien, die über die EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau hinausgehen

Umstellung

Keine Teilumstellung erlaubt, alle Betriebszweige müssen ökologisch bewirtschaftet werden. Die Umstellung des Betriebes kann schrittweise erfolgen, sollte jedoch nach spätestens fünf Jahren erfolgt sein. Es gilt das Prinzip der Bewirtschaftereinheit, das heißt ein und dieselbe Betriebsleitung darf nicht gleichzeitig einen konventionellen und einen ökologisch bewirtschafteten Betrieb führen. Die Teilnahme an einem "Einführungskurs zum ökologischen Weinbau" im Laufe der Umstellungszeit ist verpflichtend, ebenso eine Fortbildungsveranstaltung innerhalb von fünf Jahren.

Biodiversität

Alle Mitglieder verpflichten sich, die Artenvielfalt zu fördern und dies entsprechend zu dokumentieren. Im Rahmen der jährlich stattfindenden Kontrolle wird dies miterfasst.

Höhe der Stickstoffdüngung

Maximal 150 Kilogramm Stickstoff sind pro Hektar im dreijährigen Turnus erlaubt. Im Jahr der Düngung darf maximal 70 Kilogramm pro Hektar pflanzenverfügbarer Stickstoff auf der jeweiligen Parzelle ausgebracht werden.

Zukauf von Stickstoffdüngern

Komposte aus Haushaltsabfällen (Biotonne) sind nur zugelassen wenn die Kontamination mit Schadstoffen unter Vorlage einer aktuellen Analyse unbedenklich ist.

Verboten sind:
  • Gülle, Jauche und Geflügelmist aus konventioneller Tierhaltung sowie Gärreste aus rein konventionellen Biogasanlagen

Kupfereinsatz

Maximal drei Kilogramm pro Hektar und Jahr (bezogen auf die bestockte Rebfläche). Bei Indikation Schwarzfäule maximal vier Kilogramm pro Hektar und Jahr, jedoch nicht mehr als 17,5 Kilogramm pro Hektar in fünf Jahren.

Reinigungs- und Desinfektionsmittel

Es dürfen nur Mittel eingesetzt werden, die auf einer Positivliste von Ecovin aufgeführt sind. Kombinationsprodukte dürfen nur angewendet werden, wenn deren Einzelkomponenten bekannt und zugelassen sind.

Vermarktung

Ecovin-Mitglieder können ihre Erzeugnisse mit dem Ecovin-Zeichen kennzeichnen und bewerben. Für die Nutzung des Ecovin-Warenzeichens fallen folgende Kosten an:

  • Mindestbeitrag (bis 42,85 Hektoliter): 90 Euro
  • darüber hinaus 0,021 Euro / Liter

Ecovin bietet den Mitgliedern durch Verkostungen (zum Beispiel EcoWinner, Stadt Land WEIN) eine Plattform, um ihre Bioweine einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen.

Kontrollen

Mindestens einmal pro Jahr nach EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau und nach Verbandsrichtlinien durch eine unabhängige Kontrollstelle. Zusätzlich sind unangemeldete Stichprobenkontrollen möglich.

Letzte Aktualisierung 23.08.2019

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