EU-Rechtsvorschriften

EU-Öko-Verordnung

Folgende Erzeugungsbereiche werden durch die EU-Öko-Verordnung geregelt: Landwirtschaft, Garten- und Weinbau, Zierpflanzenbau, Imkerei, Aquakultur und Wildsammlung.

Die wichtigsten Regelungen der EU-Öko-Verordnung zum Pflanzenbau

Über die EU-Öko-Verordnung

Mit der EU-Öko-Verordnung wurde 1992 erstmals europaweit geltende Kontrollvorschriften für ökologisch wirtschaftende Betriebe, Verarbeitungs- und Handelsunternehmen eingeführt. Die aktuelle Fassung (VO 834/2007) gilt seit 1.1.2009. Im Juni 2018 wurde eine überarbeitete Fassung der Öko-Basisverordnung (VO 2018/848) beschlossen. Bis Ende 2020 wird diese Basisverordnung noch durch verschiedene Regelungen ergänzt. Ab dem 1.1.2021 muss die neue EU-Öko-Verordnung dann von allen Öko-Betrieben angewendet werden.
Die EU-Öko-Verordnung gilt als gesetzliche Mindestanforderung an Öko-Betriebe und ist in vielen Punkten weniger streng als die Regelungen der Öko-Anbauverbände.

Anzahl Erzeugerbetriebe nach EU-Öko-Verordnung

2018 wirtschaftete etwa die Hälfte aller Öko-Betriebe in Deutschland – das sind 15.453 Betriebe – auf einer Fläche von 544.340 Hektar nach den Regeln der EU-Öko-Verordnung (Stand: 1.1.2019, Quelle: BÖLW).

Kosten

Kosten entstehen EU-Öko-Betrieben (wie auch Verbandsbetrieben) durch die jährliche Öko-Kontrolle und gegebenenfalls in Anspruch genommene Öko-Beratung. Die jährliche Kontrolle kostet je nach Aufwand zwischen 300 und 700 Euro je Betrieb. In den meisten Bundesländern wird ein Kontrollkostenzuschuss mit der Bio-Förderung gewährt. Die Beratungskosten variieren je nach Anbieter und Bedarf.

Vermarktung

Jeder Betrieb, der sich nach EU-Öko-Verordnung zertifizieren lässt, kann seine Erzeugnisse nach Ablauf der gesetzlich vorgeschriebenen Umstellungszeit mit dem Hinweis "öko" oder "bio" verkaufen und entsprechend mit dem EU-Bio-Logo und dem deutschen Bio-Siegel kennzeichnen.

Kontrollen

Mindestens einmal pro Jahr durch eine unabhängige Kontrollstelle. Zusätzlich zu der jährlich angemeldeten Hauptkontrolle erfolgen Stichprobenkontrollen.

Kontakt

Anlaufstelle für Betriebe, die allein nach EU-Öko-Verordnung produzieren wollen, sind die unabhängigen Öko-Beratungsstellen der Länder und die Öko-Kontrollstellen. Eine Übersicht über die Öko-Kontrollstellen sowie Infos und Links zur Beratung gibt es auf oekolandbau.de:

Letzte Aktualisierung 08.01.2020

KTBL: Umstellungsplaner

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Ist der Ökolandbau für meinen Betrieb eine Alternative?

Webseite des KTBL

Umstellungsbroschüre NRW

Leguminosen. Foto: Thomas Stephan, BLE

Umstellen auf ökologische Landwirtschaft

Stand: Dezember 2019

Ökolandbauportal NRW

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