Gäa

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Kontaktdaten

Gäa e.V. - Vereinigung ökologischer Landbau

Brockhausstrasse 4, D-01099 Dresden
Tel: +49 (0)351 401 23 89

E-Mail: info@gaea.de
Internet: www.gaea.de

Gäa Regionalbüro Thüringen
Ute Baumbach
Schlachthofstraße 8-10, 99423 Weimar

Tel.: +49 (0)3629-777 81 86
E-Mail: ute.baumbach@gaea.de

Gäa Regionalstelle Bayern
Dr. Ulrich Hampl
Weiherstraße 8, 86946 Vilgertshofen-Pflugdorf

Tel.: +49 (0)8194-9329140, Mobil: +49 (0)176-28622806
E-Mail: kontakt@ulrich-hampl.de

Gründung

1988

Anzahl Mitglieder

385 Betriebe bewirtschaften 34.120 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche (Stand 1.1.2019, Quelle BÖLW). Hinzu kommen zahlreiche Unternehmen aus Verarbeitung und Handel.

Beiträge und Kosten

Das Beitragssystem ist identisch mit dem von Bioland. Es umfasst mit verschiedenen Beitragsstufen, Intensitäts- sowie Standortfaktoren ein sehr komplexes System, um den unterschiedlichen Betriebstypen und Standorten gerecht zu werden. Umstellungsinteressierte erhalten bei einem unverbindlichen Beratungsgespräch Auskunft über den Mitgliedsbeitrag.

Besonderheiten

Gäa zählt mit knapp 400 Mitgliedern zu den kleineren Verbänden in Deutschland. Das bietet den Vorteil kurzer Wege. Anfängliches Ziel von Gäa war es, den ökologischen Anbau in den neuen Bundesländern zu fördern. Insofern liegt der überwiegende Teil der Mitgliedsbetriebe im Osten Deutschlands. Gäa-Betriebe sind aber inzwischen in ganz Deutschland sowie in Südtirol zu finden. Seit 2016 kooperiert Gäa mit Bioland, sodass beide Verbände ähnliche Richtlinien, Zertifizierungsverfahren und Beitragssysteme haben. In der Partnerschaft bleiben beide Verbände jedoch weiterhin eigenständige Vereine mit ihren jeweiligen Markenzeichen.

Folgende Erzeugerbereiche werden durch die Gäa-Richtlinien geregelt: Landwirtschaft und Gartenbau, Aquakultur, Bienenhaltung, Wachteln und Tauben, Gehegewild und Wildfruchtsammlung.

Gäa-Richtlinien zum Pflanzenbau, die über die EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau hinausgehen

Umstellung

Keine Teilumstellung erlaubt, alle Betriebszweige müssen ökologisch bewirtschaftet werden. Eine schrittweise Umstellung ist nur in besonderen Fällen möglich und muss in diesem Fall innerhalb von maximal fünf Jahren abgeschlossen sein. Es gilt das Prinzip der Bewirtschaftereinheit, das heißt ein und dieselbe Betriebsleitung darf im selben Gebiet nicht gleichzeitig einen konventionellen und einen ökologisch bewirtschafteten Betrieb führen.

Fruchtfolge

Die Fruchtfolge muss mindestens 20 Prozent bodenaufbauende Kulturen aufweisen (zum Beispiel Leguminosen, Gründüngung und so weiter). Mindestens 50 Prozent der Ackerfläche muss im Durchschnitt in der Fruchtfolge außerhalb der Vegetationszeit ausreichend mit Pflanzen oder Pflanzenmaterial bedeckt sein, sofern es Witterung, Höhenlage und Wasserhaushalt zulassen.

Biogas

In Biogasanlagen von Gäa-Betrieben darf maximal 30 Prozent konventioneller Mais eingesetzt werden. Ziel: Ab 2020 kein konventionelles Substrat mehr zulässig. Gärreste aus Biogasanlagen von Gäa-Betrieben sind als Düngemittel zugelassen.

Höhe der Stickstoffdüngung

Maximal 112 Kilogramm Gesamtstickstoff pro Hektar und Jahr zulässig, möglichst organische Dünger vom eigenen Betrieb.

Zukauf von Stickstoffdüngern

Maximal 40 Kilogramm Stickstoff pro Hektar und Jahr in Form von betriebsfremden organischen Düngern zulässig. Komposte aus Haushaltsabfällen (Biotonne) müssen den strengeren Vorgaben von Gäa entsprechen.

Verboten sind:
  • Gülle, Jauche und Geflügelmist aus konventioneller Tierhaltung sowie Gärreste aus rein konventionellen Biogasanlagen,
  • Blut-, Fleisch- und Knochenmehle,
  • Guano.

Saatgut

Die Verwendung von CMS-Hybriden ist verboten.

Kupfereinsatz

Kupfer darf bis zu einer Menge von drei Kilogramm pro Hektar und Jahr eingesetzt werden (in Hopfen bis vier Kilogramm pro Hektar und Jahr).

Reinigungs- und Desinfektionsmittel

Es dürfen nur Mittel eingesetzt werden, die auf einer Positivliste aufgeführt sind.

Vermarktung

Gäa-Mitglieder können ihre Erzeugnisse mit dem Gäa-Warenzeichen kennzeichnen und bewerben. Für Landwirtschaftsbetriebe fallen keine Lizenzgebühren an. Absatz und Handel liegen in den Händen der Betriebe. Bundesweit stehen verbandsnahe Erzeugergemeinschaften für die Vermarktung zur Verfügung, die auf Gäa-Vorgaben kontrolliert werden.

Kontrollen

Mindestens einmal pro Jahr nach EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau und nach Verbandsrichtlinien durch eine unabhängige Kontrollstelle. Zusätzliche Stichprobenkontrollen möglich. Auf allen tierhaltenden Betrieben findet einmal jährlich eine verbindliche Tierwohlkontrolle statt.

Letzte Aktualisierung 23.08.2019

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