Verbund Ökohöfe

Verbund Ökohöfe

Kontaktdaten

Verbund Ökohöfe e.V.

Windmühlenbreite 25 d, 39164 Stadt Wanzleben-Börde
Telefon: +49 (0)39209 53799

E-Mail: verbund-oekohoefe@t-online.de
Internet: www.verbund-oekohoefe.de

Gründung

2007

Anzahl Mitglieder

134 Betriebe bewirtschaften 18.114 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche (Stand 1.1.2019, Quelle: BÖLW).

Beiträge und Kosten

Jeder Erzeuger-Betrieb zahlt einen Grundbeitrag von 50 Euro pro Betrieb und Jahr. Hinzu kommen jährlich 3,60 Euro / Hektar Grünland, 5,65 Euro / Hektar Acker und 20,50 Euro / Hektar für Sonderkulturen. Für tierhaltende Betrieb gelten andere Konditionen und Kosten, die bei Bedarf anzufragen sind.

Besonderheiten

Verbund Ökohöfe e. V. ist ein Anbauverband mit Sitz in der Magdeburger Börde. Die durchschnittliche Flächengröße der Mitgliedsbetriebe liegt mit 135 Hektar über dem bundesweiten Durschnitt von Biobetrieben. Das liegt daran, dass der Verband schwerpunktmäßig in den neuen Bundesländern aktiv ist, wo die landwirtschaftlichen Betriebe immer schon große Flächen hatten. Es gibt aber auch Mitgliedsbetriebe mit kleiner Flächengröße. Was die Zahl der Mitgliedsbetriebe angeht, zählt Verbund Ökohöfe zu den kleineren Verbänden in Deutschland.

Folgende Erzeugerbereiche werden durch die Verbund Ökohöfe-Richtlinien geregelt: Landwirtschaft und Gartenbau.

Verbund-Ökohöfe-Richtlinien zum Pflanzenbau, die über die EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau hinausgehen

Umstellung

Keine Teilumstellung erlaubt, alle Betriebszweige müssen ökologisch bewirtschaftet werden. Eine schrittweise Umstellung ist nicht zulässig. Es gilt das Prinzip der Bewirtschaftereinheit, das heißt ein und dieselbe Betriebsleitung darf nicht gleichzeitig einen konventionellen und einen ökologisch bewirtschafteten Betrieb führen.

Fruchtfolge

Die Fruchtfolge muss mindestens 20 Prozent bodenaufbauende Kulturen (zum Beispiel Leguminosen, Gründüngung und so weiter) enthalten. Mindestens 50 Prozent der Ackerfläche im Durchschnitt der Fruchtfolge müssen außerhalb der Vegetationszeit ausreichend mit Pflanzen oder Pflanzenmaterial bedeckt sein, sofern es Witterung, Höhenlage und Wasserhaushalt zulassen.

Höhe der Stickstoffdüngung

Maximal 112 Kilogramm Gesamtstickstoff sind pro Hektar und Jahr zulässig, möglichst organische Dünger vom eigenen Betrieb.

Zukauf von Stickstoffdüngern

Maximal 40 Kilogramm Stickstoff sind pro Hektar und Jahr in Form von betriebsfremden organischen Düngern zulässig.

Verboten sind:
  • Gülle (außer GVO-freie Rindergülle), Jauche und Geflügelmist aus konventioneller Tierhaltung,
  • Blut-, Fleisch- und Knochenmehle,
  • Komposte aus Haushaltsabfällen (Biotonne),
  • Guano.

Saatgut

Die Verwendung von CMS-Hybriden ist verboten. F1-Hybriden dürfen nur von folgenden Arten eingesetzt werden: Mais, Raps, Zuckerrüben, Sonnenblumen und Roggen (Roggen nur für langjährige Mitgliedsbetriebe (Vertragsabschluss vor dem 1.3.2016) bis 31.12.2025 zulässig).

Kupfereinsatz

Kupfer darf nur noch von langjährigen Mitgliedsbetrieben (Vertragsabschluss vor dem 1.3.2016) bis zu einer Menge von drei Kilogramm pro Hektar und Jahr im Obst-, Wein- und Kartoffelanbau eingesetzt werden.

Reinigungs- und Desinfektionsmittel

Formaldehyd ist nicht zugelassen.

Vermarktung

Mitglieder von Verbund Ökohöfe können ihre Erzeugnisse mit dem Verbund Ökohöfe-Zeichen kennzeichnen und bewerben. Zusätzliche Kosten für die Zeichennutzung entstehen nicht. Absatz und Handel liegen in den Händen der Landwirtinnen und Landwirte. Der Verband vermittelt bei Bedarf zwischen Kooperationspartnern.

Kontrollen

Mindestens einmal pro Jahr nach EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau und nach Verbandsrichtlinien durch eine unabhängige Kontrollstelle. Zusätzlich sind unangemeldete Stichprobenkontrollen möglich.

Letzte Aktualisierung 23.08.2019

Nach oben