Landwirtschaft


Öko - was ist anders?

Schwein im Freiland, Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster
Foto: Thomas Stephan, BLE

Geschlossener Betriebskreislauf

Leitbild im Ökolandbau ist ein möglichst geschlossener Betriebskreislauf. Das heißt: Ackerbau und Viehhaltung sind aneinander gekoppelt. Auf Ackerflächen werden neben Verkaufsfrüchten auch Futterpflanzen für die Tierhaltung erzeugt. Pflanzliche Abfälle und tierischer Dung werden entweder frisch oder kompostiert auf die Ackerflächen zurückgeführt. Im viehlosen Betrieb muss die fehlende Tierhaltung durch eine Fruchtfolge mit einem entsprechend hohen Anteil an Leguminosen ausgeglichen werden. Eine flächenlose Tierhaltung ist nicht erlaubt.

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Artgerechte Tierhaltung

Artgerechte Tierhaltung bedeutet, dass die Tiere ihren natürlichen Bedürfnissen, wie Futteraufnahme, Körperpflege, Sozialkontakten, Fortbewegung und Ruhe nachgehen können. Außerdem dürfen die Haltungssysteme keine anatomischen, physiologischen oder psychischen Schäden bei den Tieren verursachen.

Informationen zur artgerechten Tierhaltung

Verzicht auf chemischen Pflanzenschutz

Auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel wird im Ökolandbau zugunsten des vorbeugenden Pflanzenschutzes verzichtet. Pflanzeneigene Abwehrkräfte werden gestärkt und natürliche Regulationsmechanismen unterstützt, etwa durch Förderung von Nützlingen, standortangepasste Arten- und Sortenwahl, zeitgerechte Bodenbearbeitung und eine ausgewogene Düngung. Unkräutern beugen Biolandwirtinnen und -landwirte durch eine ausgewogene Fruchtfolge und sorgfältige Bodenbearbeitung vor. Darüber hinaus werden Striegel, Hacke und Bürsten zur direkten mechanischen Beikrautregulierung eingesetzt.

Informationen zum Pflanzenschutz

Bodenfruchtbarkeit

Boden
Foto: Thomas Stephan, BLE

Die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten und zu steigern gehört zu den wichtigsten Aufgaben der Biolandwirte. Der Boden dient der Pflanze nicht nur als Standort, sondern nimmt auch die zentrale Stellung für ihre Ernährung und Gesundheit ein.

Informationen zur Bodenfruchtbarkeit

Möglichst geschlossener Nährstoffkreislauf

Im Ökolandbau wird ein möglichst geschlossener Nährstoffkreislauf angestrebt, was jedoch nur in Grenzen umsetzbar ist. In jedem Fall müssen Nährstoffverluste, insbesondere von Stickstoff, vermieden werden. Mineralische Stickstoffdünger sind nicht zugelassen. Zur Nährstoffversorgung werden stattdessen betriebseigene pflanzliche und tierische Abfallstoffe, Stickstoff sammelnde Leguminosen und organische oder in natürlicher Form vorliegende mineralische Dünger eingesetzt.

Mehr zu Nährstoffkreisläufen und Düngung im Ökolandbau

Ohne Gentechnik

Der Einsatz von Gentechnik ist im ökologischen Landbau verboten, da sie mit den Prinzipien des Ökolandbaus nicht vereinbar ist. Gentechnisch veränderte Organismen (GVO) oder durch GVO hergestellte Erzeugnisse dürfen nicht als Lebensmittel, Futtermittel, Verarbeitungshilfsstoff, Pflanzenschutzmittel, Düngemittel, Bodenverbesserer, Saatgut, vegetatives Vermehrungsmaterial, Mikroorganismen oder Tieren in der Ökoproduktion eingesetzt werden.