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Gewinnspiele, Quiz und Co.

  • Initiator/Impulsgeber: Veranstalter von Aktionen zum Öko-Landbau, Betriebsleiter Erzeugerbereich, Verarbeiterbereich, Großverbraucher, Handel
  • Akteure: Betriebsleiter und Mitarbeiter Erzeugerbereich, Verarbeiterbereich, Großverbraucher, zusätzliche Helfer z. B. aus Umweltverbänden und Naturschutzgruppen
  • Zielgruppe: Kunden, Jugendgruppen, Naturschutzgruppen, Vereine, Schulklassen
  • Zielsetzung: Informationsvermittlung und sympathische Verbraucheransprache
  • Teilnehmerzahl: unbegrenzt
  • Jahreszeit: ganzjährig, kann bei fast allen Veranstaltung als Aktion integriert werden
  • Zeitrahmen: max. vier Wochen Planung
  • Veranstaltungsdauer: Ein Tag, in manchen Fällen werden die Gewinner erst nach der Aktion benachrichtigt

Die Idee

Spiele und Wettbewerbe machen Groß und Klein Spaß, besonders dann, wenn es auch noch etwas zu gewinnen gibt. Als Veranstalter von Aktionen zum Öko-Landbau können Sie fast überall Gewinnspiele als zusätzliche Attraktion einsetzen: beim Hoffest, im Handel, am Infostand, in der Kantine und an vielen anderen Orten.

Die Planung

Arten von Gewinnspielen

  • Glücksspiele wie z. B. Glücksrad
  • Postkarten-Gewinnspiele mit Wissens- oder Schätzfrage und Gewinnauslosung
  • Moderiertes Quiz mit Wissensfragen oder Bio- "Montagsmaler"
  • Kreativwettbewerbe wie z. B. Reimwettbewerb "lustige Bauernregeln", Mal- und Fotowettbewerb.

Tipps für Preise

Hauptpreise, z. B. Wochenende auf dem Bio- Hof, Bio-Dinner für Zwei, Bio-Gourmetkorb, Gutscheine für Hofladen Weitere Preise, z. B. Wein oder Sekt aus ökologischer Erzeugung, Bio-Produkte (wie Konfitüren, Süßwaren, Salami), Blumensträuße, Topfpflanzen, Tassen, T-Shirts Trostpreise, z. B. Tragetaschen, Luftballons, Kühlschrankmagnete, Schreibblöcke, Fähnchen.

Sonstige Tipps

Die Spielregeln sollten für jedermann leicht verständlich sein. Übernehmen Sie bekannte Spiele und/oder TV-Formate (z. B. "Wer wird Millionär?"). Orientieren Sie sich bei Wissensfragen an Personen mit durchschnittlicher Allgemeinbildung.

Bei bestimmten Zielgruppen, z. B. Kindern, müssen die Fragen angepasst sein. Entwerfen Sie die Post-/Antwortkarten selbst und stellen Sie eine Sammelbox bereit. Wenn das Gewinnspiel auf einer Veranstaltung (z. B. Hoffest) stattfindet, sollten Sie die Preisverleihung am gleichen Tag durchführen und als Programmpunkt bekannt machen. Sie schaffen dadurch eine zusätzliche Attraktion und sparen den Versand der Preise.

Bedenken Sie, dass Kreativwettbewerbe in der Durchführung und Auswertung aufwändig sind. Anders als bei einer Gewinnauslosung müssen Sie sich Kriterien für eine Bewertung überlegen und die Beiträge von einer Jury prämieren lassen. Vor allem bei Fotowettbewerben können Durchführung, Auswertung und Preisverleihung nicht an einem Tag erfolgen. Gewinnbenachrichtigung und Preise müssen dann mit der Post verschickt werden.

Kosten

Materialkosten, z. B. für Postkarten, Sammelbox, Schreibutensilien Fragen Sie für die Preise ggf. Sponsoren an, z. B. örtliche Geschäftleute, Banken, Lieferanten ggf. Personalkosten; Verpflegungskosten bei freiwilligen Helfern

Lokale Medienarbeit

Weisen Sie in der Pressemitteilung für die lokalen Medien zur Ankündigung Ihrer Veranstaltung auf das Gewinnspiel hin.Teilen Sie den Medien nach der Veranstaltung die Namen der Gewinner mit, vor allem dann, wenn Sie nicht am Tag selbst ermittelt und informiert wurden bzw. wenn die Preise attraktiv sind und von Sponsoren gestiftet wurden. Bei Kreativwettbewerben sollten die Beiträge nachher im Internet präsentiert werden.

Projektplanung

  • Zeitbedarf: ca. vier Wochen Planung
  • Personalbedarf: ca. zwei Personen zur Vorbereitung und Durchführung, Auswertung und Gewinnbenachrichtigung, bei Kreativwettbewerben zusätzlich Juroren (mind. 3-4 Personen)
  • Kontaktsuche/Kooperationspartner: Bitten Sie Mitglieder von Umweltverbänden und Naturschutzgruppen um Unterstützung, z. B. bei der Ausarbeitung von Fragen, der Betreuung von Spielen, als Juroren bei Kreativwettbewerben. Fragen Sie frühzeitig ortsansässige Geschäftsleute, Banken und Bio-Kollegen (z. B. Ihre Lieferanten) als Sponsoren für Preise an.

Rechtliche Aspekte

Schließen Sie eigene Mitarbeiter als Teilnehmer aus. Versehen Sie Gewinnpostkarten etc. mit dem Hinweis "Der Rechtsweg ist ausgeschlossen".

Tipps für die Umsetzung

Beispiel für ein moderiertes Bio-Quiz

Zwei oder mehr Personen müssen vor Publikum fünf Quizfragen beantworten, entweder nacheinander oder zeitgleich. Gewinner ist, wer die meisten Fragen richtig beantwortet.

Beispielfragen

Woran kann ich Bioprodukte im Laden eindeutig erkennen?
  • a) am staatlichen Bio-Siegel
  • b) am Geruch
  • c) am Geschmack
  • d) am Preis

(richtige Antwort: a)

Welcher ist kein Anbauverband der ökologischen Landwirtschaft?
  • a) Demeter
  • b) Bioland
  • c) Bioleck
  • d) Naturland

(richtige Antwort: c)

Was ist im ökologischen Landbau absolut tabu?
  • a) Tierhaltung
  • b) Verkauf von Lebensmitteln
  • c) Einsatz von Traktoren
  • d) Gentechnik

(richtige Antwort: D)

Welches Produkt gibt es nicht aus ökologischem Landbau?
  • a) Weihnachtsbäume
  • b) Currywurst
  • c) Froschschenkel
  • d) Lasagne

(richtige Antwort: c)

Wie viel Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche in Deutschland wird zurzeit (2006) ökologisch bewirtschaftet?
  • a) ca. 1 Prozent 
  • b) ca. 5 Prozent
  • c) ca. 9 Prozent
  • d) ca. 15 Prozent

(richtige Antwort: b)

Im Verbraucherbereich finden Sie Basisinformationen zur inhaltlichen Ausarbeitung von Quizfragen.

Reimwettbewerb "Lustige Bauernregeln"

Die Teilnehmer ergänzen auf einer Postkarte eine der Bauernregeln. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt - einzige Bedingung: Die Regel muss sich reimen. Die witzigsten Bauernregeln werden prämiert.

  • Soll gedeihen Korn und Wein, …
  • Regnet’s am Siebenschläfertag, …
  • Ist der Juni warm und nass, …
  • Fängt der August mit Hitze an, …
  • Kommt die Feldmaus in das Dorf, …
  • Ist Dezember mit viel Regen, …
  • Zieht der Knecht die Stiefel aus, …