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Bioprodukte weiter im Aufwind

Ferkel im Stall auf Stroheinstreu. Klick führt zu Großansicht in neuem Fenster.
Eine tiergerechte Haltung der Nutztiere ist für die Verbraucher und Verbraucherinnen eines der wichtigsten Kaufargumente für Bio. Foto: EU-Komission Landwirtschaft und ländliche Entwicklung

Es ist nicht von der Hand zu weisen: Bio ist nicht nur eine Eintagsfliege im bundesdeutschen Markt. Ökologische Lebensmittel haben sich längst und nachhaltig in unseren Lebensmittelmärkten und sonstigen Einkaufsstätten etabliert. Damit einher geht eine hohe Professionalisierung auf allen Ebenen, die sich nicht zuletzt im Bereich der Ausbildung in den einschlägigen Berufen niederschlägt. Berufs- und Fachschulen für die Ernährungswirtschaft wie auch berufsbildende Schulen reagieren und führen Unterrichtseinheiten zum Thema Erzeugung von ökologischen Lebensmitteln in ihre Unterrichtskonzepte mit ein.

Auch in den Anbauflächen legt Bio nach wie vor zu, wenn auch nicht so stark. Für 2014 gehen die Verbände des Ökolandbaus von einer ökologisch bewirtschafteten Fläche von rund 1.060.000 Hektar aus, ein Anstieg von ca. zwei Prozent gegenüber dem Jahr 2012.

Ökologische Landwirtschaft ist gesetzlich geregelt

Auf gesetzlicher Ebene geregelt ist die Produktion ökologischer Lebensmittel vom Acker bis zur Ladentheke schon seit geraumer Zeit, nicht nur in Deutschland. Die EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau sind ein umfassendes Regelwerk, das zudem ständig an die aktuellen Bedürfnisse und Gegebenheiten angepasst wird.

Ein umfassendes Kontrollsystem sorgt dafür, dass die Vorschriften eingehalten werden.

Der bundesdeutsche Umsatz mit ökologischen Lebensmitteln steigt seit Jahren kontinuierlich an. Beispielsweise wuchs der deutsche Bioumsatz im Jahr 2013 um sieben Prozent auf insgesamt 7,55 Milliarden Euro.

Ökologische Lebensmittel werden immer beliebter

Grafik "Häufigkeit des Einkaufs von Biolebensmitteln". Klick führt zu Großansicht in neuem Fenster.
Der Einkauf von Ökologischen Lebensmitteln ist kein kurzlebiger Trend, drei Viertel aller befragten Konsumentinnen und Konsumenten gaben an, Ökoprodukte einzukaufen. Grafik: BÖLN

Zurück zur Eingangfrage. Es ist deutlich - viele Konsumentinnen und Konsumenten mögen Bio. In einer deutschlandweiten repräsentativen Verbraucherbefragung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (2013) - dem Ökobarometer - wurde ermittelt, dass 74 Prozent der Befragten zumindest gelegentlich Biolebensmittel kaufen. Auffällig dabei: Die steigende Beliebtheit von Bio bei jungen Menschen hält an. 23 Prozent aller Befragten unter 30 Jahren erklären, häufig zu Lebensmitteln aus ökologischem Anbau zu greifen – ein Plus von neun Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr.

Die Gründe für Bio sind vielfältig: Tier- und Naturschutzaspekte spielen eine große Rolle. Die Konsumentinnen und Konsumenten wünschen sich in der Lebensmittelherstellung eine artgerechte Tierhaltung und erhoffen sich diese von der ökologischen Landwirtschaft. Auch der Klimaschutz und der Umweltschutz fallen hier ins Gewicht. Nicht zuletzt sind Geschmack und gesunde Ernährung und in jüngerer Zeit zunehmend der Wunsch, sich mit regionalen Produkten zu ernähren, wichtige Argumente für Bio.


Letzte Aktualisierung: 10.10.2015