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Ökolandbau in den sozialen Netzwerken

Zwei Männer am Tisch vor einem Lehrbuch. Klick führt zu Großansicht.
Lehr- und Fachbücher haben in der Ausbildung nach wie vor ihren Platz neben den modernen Medien. Foto: Thomas Stephan, BLE

Woher aktuelles Wissen beziehen im Schulunterricht? In der vergleichsweise kurzen Geschichte des Internets hat sich die Medienlandschaft radikal verändert. Tageszeitungen und Fernseh- wie Rundfunknachrichten haben ihre exklusive Bedeutung in der Medienwelt längst verloren. Schulbücher bieten unbestreitbar den Vorteil, dass sie gesichertes Wissen kompetent vor- und aufbereiten. Sie sind damit nach wie vor unverzichtbar im Unterrichtswesen. Ihr Nachteil ist allerdings, dass sie auf aktuelle Entwicklungen nicht eingehen können. Fragestellungen rund um den ökologischen Landbau sind zudem oft als Thema in Schulbüchern noch immer nicht zwingend präsent.

Als das Informationsmedium unserer Zeit ist das Internet mittlerweile zentrale Anlaufstelle, gerade für jüngere Menschen. Schülerinnen und Schüler oder Auszubildende suchen hier nach Informationen, wenn sie Präsentationen gestalten, sich zu Themen des Unterrichts informieren oder auf Tests vorbereiten. Neben den gut etablierten Webseiten, die Wissenswertes rund um den Biolandbau bieten, finden sich geeignete Informationen zunehmend auch in den sogenannten Social Media.

Social Media informieren zum biologischen Landbau

Die sozialen Netzwerke unterscheiden sich in der Art der Informationsweitergabe von den üblichen Webseiten-Angeboten. Neue Informationen können hier sehr schnell verbreitet werden, da keine Umgestaltung einer Webseite nötig ist. Nachrichten erscheinen damit in Echtzeit. Über eine Kommentar- oder Antwortfunktion können ergänzende Informationen eingegeben werden, oft entwickeln sich interessante Diskussionen. Hier ist alles in Bewegung.

Die Social Media bieten eine Vielfalt an Möglichkeiten, um sich über aktuelle Trends, neue Informationsmaterialien und lesenswerte Artikel zu informieren. Ökoverbände, wie beispielsweise Bioland, Demeter oder Naturland, Forschungseinrichtungen wie das FiBL und viele andere Organisationen, die im Ökolandbau von Bedeutung sind – sie alle twittern mittlerweile und/oder pflegen einen Auftritt auf Facebook. Längst findet man bei Bioanbietern die bekannten Icons auf den Startseiten.

Twitter

Schülerinnen und Schüler an Computern bei der Recherche. Klick führt zu Großansicht.
Der Umgang mit modernen Medien wird im Unterricht zunehmend wichtiger. Foto: Christian Schwier, Fotolia

Twitter ist ein Kurznachrichtendienst: Kurz, da Nachrichten auf Twitter auf eine Zahl von 140 Zeichen limitiert sind. Hier kann vor allem auf lesenswerte Beiträge verlinkt werden. Der Vorteil: Twitter-Kanäle sind öffentlich und können im Internetbrowser aufgerufen werden. Eine Mitgliedschaft und damit die Herausgabe von Nutzerdaten sind nicht erforderlich. Inzwischen nutzen viele Bundesministerien, beispielsweise auch das Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung (BMEL), Twitter für schnelle und unkomplizierte Meldungen.

Facebook, Google+

Dienste wie Facebook oder Google+ bieten den Autorinnen und Autoren die Möglichkeit, sowohl eigene Beiträge und Fotos zu veröffentlichen als auch die Inhalte anderer Internetseiten einzubinden. Eine Limitierung der Beitragslänge besteht nicht, die Beiträge sind dennoch eher kurz und prägnant gehalten. Und auch hier gilt wieder, dass eine Einsicht der Informationsseiten nicht an eine Mitgliedschaft gebunden ist. Auch einzelne Ministerien, wie etwa das Bundesgesundheitsministerium (BMG), nutzen Facebook als Informationsmedium.

Blogs zum Thema Ökolandbau

Eine weitere interessante Variante sind Blogs. Der klassische Blog ist eine Art Tagebuch, das auf einer Internetseite betrieben wird. Hier finden sich meist ausführlichere Texte zu individuell gewählten Themen. Wollen Lehrkräfte solche Blogs nutzen, empfiehlt es sich, die Seite zuvor selbst gut zu prüfen und auch einen Blick ins Impressum zu werfen.  Bedenken zur Nutzung der sozialen Netzwerke Bedenken rund um die Nutzung der neuen Medien beziehen sich in erster Linie auf die unklare Sicherheitslage bezüglich der Nutzerdaten. Darum raten die Kultusministerien über eine passive Nutzung von Facebook und Co. als Informationsquelle hinaus, den Lernenden beispielsweise unterrichtsrelevante Informationen ausschließlich über Facebook zugänglich zu machen.


Letzte Aktualisierung: 21.07.2015