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Hintergrund

Dauergrünland mit Bachlauf. Klick führt zu Großansicht in neuem Fenster.
Foto: T. Stephan, BLE

Grünland ist eine dauernde, von zahlreichen Pflanzenarten im Gemisch gebildete Grasnarbe. Es ist durch menschliche Einflüsse entstanden (Rodung und regelmäßige Schnitt- oder Weidenutzung) und – bis auf wenige Ausnahmen – keine natürliche Vegetationsform in Mitteleuropa.

Jeder Landwirt sollte seine Wiesen und Weiden als sein Grünfutter-Potenzial betrachten und es zumindest in groben Zügen beurteilen können. Hierunter fällt insbesondere auch Pflege und Erhalt der Grünlandflächen. Der ökologische Landbau geht da mit gutem Beispiel voran. Durch die extensive Bewirtschaftung werden Flora und Fauna der Grünlandflächen erhalten und gefördert. Ökologische Flächen sind artenreicher als konventionell bewirtschaftete.  Um eine Artenvielfalt, wie sie auf Magerrasen üblich ist, zu erreichen, müssen in der Regel auch die Ökolandwirtin und der Ökolandwirt noch weitere Extensivierungsmaßnahmen durchführen.

Für eine ökonomisch und ökologisch gute Nutzung des Grünlandes sollten 60 bis 70 Prozent wertvolle Gräser, 15 bis 20 Prozent Leguminosen und 15 bis 20 Prozent wertvolle Kräuter im Aufwuchs enthalten sein. Die Gräser dienen dabei als Massebildner, Energieträger und zur Konservierbarkeit; Leguminosen und Kräuter sind Eiweißträger und Mineralstofflieferanten; zudem binden die Leguminosen den Luftstickstoff im Boden. Die genaue Artenzusammensetzung richtet sich hierbei nach den Standortverhältnissen, der Düngung, der Nutzungsintensität und -weise. Unerlässlich für die Betrachtung des Grünlandes und für eine Neuansaat ist die Art der Nutzung, das heißt findet eine reine Schnittnutzung statt oder wird auch beweidet.

Weitere Informationen zu den Prinzipien des ökologischen Landbaus sind im Portal unter Prinzipien des Ökolandbaus zu finden. Spezielle Informationen rund um das Thema Grünland stehen unter Grünland zur Verfügung.