Lehrer


Hintergrund

Grafik vom natürlichen Nährstoffkreislauf. Klick führt zu Großansicht in neuem Fenster.
Foto: BLE, D. Menzler

Mit dieser Unterrichtseinheit sollen die Schülerinnen und Schüler Kreisläufe in der Natur erkennen und verstehen lernen. Der möglichst geschlossene Betriebskreislauf des ökologischen Landbaus ist hierfür ein hervorragendes Beispiel.

Nach dem Vorbild der Natur ist das Ziel, den ökologischen Betrieb als ganzheitliches System so zu bewirtschaften, dass möglichst geringe Zufuhren (Wasser, Energie, Nährstoffe, …) von außen nötig sind, ohne dass Mangelzustände bei Nutztieren und -pflanzen entstehen. Besonders wichtig ist es, umweltschädliche Verluste an wertvollen Nährstoffen zum Beispiel durch Nitratauswaschung oder Ammoniakausgasung zu vermeiden.

Düngung ist im Ökolandbau immer in gesamtbetrieblichem Zusammenhang zu sehen. Das heißt: Ackerbau und Viehhaltung sind in der Regel aneinander gekoppelt. Auf der Ackerfläche werden neben Verkaufsfrüchten auch Futterpflanzen für die Tierhaltung erzeugt. Die pflanzlichen Abfälle und der tierische Dung werden entweder frisch oder kompostiert auf die Ackerflächen, von denen sie letztlich stammen, zurückgeführt.

Damit es nicht zu einem Nährstoffüberschuss kommt, der zur Belastung von Luft und Wasser führt, wird die Tierzahl pro Einheit landwirtschaftlicher Nutzfläche begrenzt. Sie darf nur so hoch sein, dass der Grenzwert von aus Wirtschaftsdünger anfallendem Stickstoff von 170 Kilogramm pro Jahr und Hektar nicht überschritten wird. Dementsprechend ist es im ökologischen Landbau zwar erlaubt, viehlosen Ackerbau zu betreiben, jedoch keinesfalls eine flächenlose Tierhaltung. Im viehlosen Betrieb muss die fehlende Tierhaltung durch eine entsprechende Fruchtfolge mit einem gewissen Anteil an Leguminosen, die als Gesundungsfrüchte für den Boden dienen und den Luftstickstoff sammeln, "ersetzt" werden.

Weitere Informationen zu den Prinzipien des ökologischen Landbaus sind im Portal unter Prinzipien des Ökolandbaus zu finden.