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BÖLW-Kommentar zum Ernährungsreport

Der Ernährungsreport, den Bundesministerin Julia Klöckner am 29. Mai vorstellte, zeigt, wie die Deutschen essen und was ihnen bei Herstellung, Einkauf und Zubereitung wichtig ist. Peter Röhrig, Geschäftsführer des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), kommentiert den Bericht.

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"Ein weiteres Jahr zeigen die Menschen Ernährungsministerin Klöckner, was sie wollen. Gesundes, umwelt- und tierfreundlich hergestelltes Essen ohne Gentechnik. Dafür sind die Deutschen bereit, weniger Fleisch zu essen und tiefer in die Tasche zu greifen.

Bio bietet alle diese Vorteile in einem Paket, das kennen und schätzen die Menschen. Das Bio-Siegel bleibt das bekannteste Gütezeichen für die Deutschen. Auch weil immer mehr Menschen sehen, dass nur mit Bio nicht nur gutes und gesundes Essen gesichert ist, sondern auch Artenvielfalt, Klima und Gewässer geschützt werden können.

Der Report zeigt, dass die Bundesregierung von den Deutschen einen klaren Auftrag hat Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion enkeltauglich zu machen. Die Kundinnen und Kunden stützen damit auch die Ziele der europäischen Farm to Fork-Strategie Bio auf 25 Prozent der Fläche auszudehnen und unser Ernährungssystem grundlegend umzubauen. Dazu braucht es eine umfassende Ernährungsstrategie, die dazu beiträgt, die gesamte Wertschöpfungskette resilient zu machen.

Für diesen notwendigen Umbau muss Klöckner mehr tun als auf Einzelinitiativen und Freiwilligkeit zu setzen. Denn für Mensch und Umwelt ungesunde Konsumstile und Produktionsverfahren kosten die Steuerzahler jedes Jahr Milliarden-Summen.

Mit ein paar Prozent für die Bio-Forschung im Haushalt des Agrarministeriums ist das nicht zu schaffen, das ist eine Aufgabe für die gesamte Regierung, die hier gemeinsam handeln muss.

Die Bio-Branche steht der Bundesregierung gerne mit der Erfahrung und Kompetenz von über 42.000 ökologisch wirtschaftenden Unternehmen zur Seite."

Hintergrund

Der Ernährungsreport wird jährlich vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft veröffentlicht. Auf Grundlage einer repräsentativen forsa-Umfrage unter 1000 Verbraucherinnen und Verbrauchern werden die Ernährungs- und Einkaufsgewohnheiten der Deutschen statistisch erfasst.

Quelle: Pressemitteilung BÖLW

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