Service


20.03.2017

Bundesagrarminister Schmidt bei Bioland

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt diskutierte heute, am 20. März in Fulda mit den 180 Delegierten von 7.000 Bioland-Bäuerinnen und -Bauern, wie das Ziel 20 Prozent Ökolandbau in Deutschland schnellstmöglich erreicht werden kann.

20 Prozent Biolandbau sind ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg in eine zukunftsfähige Landwirtschaft. Das 20 Prozent-Ziel verfolgt die Bundesregierung in ihrer Nachhaltigkeitsstrategie. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt diskutierte heute in Fulda mit den 180 Delegierten von 7.000 Bioland-Bäuerinnen und -Bauern, wie dieses Ziel schnellstmöglich erreicht werden kann. "Mit der Zukunftsstrategie Ökologischer Landbau wollen wir die Umstellung landwirtschaftlicher Betriebe auf den ökologischen Landbau in Deutschland erleichtern und das Ziel, 20 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche in Deutschland ökologisch zu bewirtschaften, noch zu meiner politischen Lebzeit erreichen", sagte Schmidt vor den Delegierten. Für 40.000 landwirtschaftliche Betrieben könnte durch die Umstellung auf den Biolandbau eine Zukunftsperspektive geschaffen werden. Zwei Millionen Hektar zusätzliche Ökofläche bringen der Gesellschaft einen Mehrwert an Tierwohl, Artenvielfalt und Klimaschutz. "Die Zukunftsstrategie ist ein guter Anfang", sagte Bioland-Präsident Jan Plagge. "Der Biolandbau bietet in Deutschland noch ein großes Potential für eine umweltverträgliche und zukunftsfähige Landwirtschaft, welches bei Weitem noch nicht ausgeschöpft ist."

In der Debatte zwischen den Bioland Delegierten und Bundesminister Christian Schmidt äußerten die Praktikerinnen und Praktiker erneut ihr Unverständnis zur Revision der EU-Ökoverordnung, die gegen den Willen des gesamten Sektors durchgeboxt werden soll. Als zentrale Forderung gaben die Bioland-Delegierten dem Bundesminister mit auf den Weg, jetzt die Weichen für einen Weg aus der Sackgasse zu stellen und die Revision zu stoppen. "Die Bundesregierung muss sich jetzt für einen Stopp der Revision und stattdessen für die Weiterentwicklung des bestehenden und bewährten Bio-Rechts einsetzen. Ein neues Bio-Recht muss die Entwicklung des Biolandbaus in Europa fördern anstatt sie zu behindern", sagte Plagge abschließend. Schmidt präferierte vor den Delegierten auch die Weiterentwicklung der bestehenden EU-Ökoverordnung und betonte dazu: "Lieber habe ich den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach."

Zur aktuellen Lage der gesamten Landwirtschaft sagte Schmidt: "Wir haben einen erheblichen Strukturbruch und der Markt alleine beantwortet nicht alle Fragen." Schmidt will auch kleine und mittlere Betriebe erhalten, sonst gehe die Basis im ländlichen Raum verloren.

Quelle: Bioland-Pressemitteilung