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Bundeslandwirtschaftsministerium zeichnet Öko-Betriebe aus

Auf der Internationalen Grünen Woche hat Bundesministerin Julia Klöckner am 23. Januar die drei Gewinner des diesjährigen Bundeswettbewerbs Ökologischer Landbau ausgezeichnet. Es ist ein Jubiläum - zum zwanzigsten Mal verlieh das Ministerium diese Auszeichnung.

An den Preisträgern könne und solle man sich ein Beispiel nehmen, sie würden den ökologischen Landbau besonders innovativ und vorbildlich voranbringen, betonte Julia Klöckner. Die Betriebe wirtschafteten bereits länger, teils erheblich länger nach Ökokriterien, als es den Bundeswettbewerb überhaupt gebe.
 
Ausgezeichnet wurden:

  • Hof Luna in Freden für die Zucht und den Erhalt vom Aussterben bedrohter Nutztierrassen, für das langjähriges Engagement im Naturschutz sowie für die Integration des Betriebes in eine außerfamiliäre Gemeinschaft mit zahlreichen Bildungsangeboten.
  • Schloss Gut Obbach in Euerbach-Obbach für den vorbildlichen Aufbau regionaler Wertschöpfungsketten.
  • Solidarische Landwirtschaft Schinkeler Höfe westlich von Kiel für seine Solawi-Organisation als Verbund von vier Bio-Unternehmen sowie für die Weiterführung traditioneller Vermarktungswege.

Julia Klöckner: "Mit dem Bundeswettbewerb haben wir eine Plattform geschaffen, die die Bürger anspricht, sie daran interessiert, was der ökologische Landbau leistet. Bester Beleg dafür ist das heutige Jubiläum – der Wettbewerb ist zum Gütesiegel geworden. Seit zwei Jahrzehnten beweise Ökobetriebe hier Mut und Kreativität, um ihre Branche voranzubringen. Dabei unterstützen wir, engagieren uns stark für den ökologischen Landbau."

Über das Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) hat das Bundeslandwirtschaftsministerium bereits über 1.140 Forschungsvorhaben gefördert. Der Etat wurde 2018 um rund 10 Millionen Euro erhöht, so dass das BÖLN aktuell mit knapp 30 Millionen Euro jährlich ausgestattet ist. Darüber hinaus fließen über die zweite Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik Gelder in einem dreistelligen Millionenbereich in den Ökolandbau. Im Jahr 2018 haben Bund, Länder und die EU für die Ökoflächenzahlungen rund 300,2 Millionen Euro ausgegeben. Zudem hat sich die Bundesministerin bei der EU-Kommission jüngst mit Erfolg für praxisgerechte Lösungen bei der Ausgestaltung der EU-Öko-Verordnung eingesetzt, etwa in der Tierhaltung.

Hintergrund

Die ausgezeichneten Betriebe erhalten jeweils ein Preisgeld in Höhe von 7.500 Euro. Insgesamt hatten sich 15 Betriebe für den Bundeswettbewerb Ökologischer Landbau 2019 beworben. Seit dem Jahr 2001 ehrt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft mit dem Preis Betriebe, die mit wegweisenden Konzepten besonders erfolgreich ökologisch wirtschaften.

Weitere Informationen zur Preisverleihung und den Konzepten der drei Preisträger finden Sie im Internet unter www.wettbewerb-oekolandbau.de

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