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09.01.2017

Greenpeace: Kursbuch Agrarwende 2050

Greenpeace beschreibt mit seinem "Kursbuch Agrarwende 2050 – Ökologisierte Landwirtschaft in Deutschland" wie eine nötige Agrarwende in Deutschland gelingen könnte.

Das Szenario wurde im Auftrag der Umweltorganisation vom Forschungsinstitut für ökologische Landwirtschaft (FibL) errechnet. "Die heutige Landwirtschaft ist auf billige Massenproduktion ausgelegt und hat mit Umwelt- und Klimaschutz nichts zu tun. Der Agrarsektor muss endlich auch seinen Beitrag dazu leisten, dass Deutschland seine Klimaziele erreichen kann", sagt Greenpeace-Agrarexperte Martin Hofstetter. "Nun ist Landwirtschaftsminister Schmidt in der Pflicht, den nötigen Rahmen dafür zu schaffen."

Die industrielle Landwirtschaft in Deutschland verursacht laut Greenpeace eine Vielzahl von Umweltproblemen: Überdüngung verunreinige Böden und Gewässer mit zu viel Nitrat und Phosphat, Pflanzenschutzmitteleinsatz verstärke das Artensterben, Großställe erzeugten gesundheitsschädliche Ammoniak- und klimaschädliche Treibhausgase.

Der Umbau des Agrarsektors könne aber gelingen, wie die Studie zeige. Trotz geringerer Erträge könne die Bevölkerung dann auf eine gesündere Art gut ernährt werden. Während die Fleischproduktion und der -konsum um 50 Prozent zurückgehen müssten, sollte sich auch die Lebensmittelverschwendung bis 2050 halbiert haben. Gleichzeitig erhöhe sich der Anbau von Obst und Gemüse in Deutschland nach umweltverträglichen Standards, das heißt ohne chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und mit weniger Düngung. Das FibL geht davon aus, dass bis zum Jahr 2050 etwa 30 Prozent der Agrarflächen nach den Richtlinien des Ökolandbaus bewirtschaftet werden, die restlichen 70 Prozent konventionell, aber dann umweltverträglich.

Zum Kursbuch Agrarwende 2050 auf der Greenpeace-Homepage

Quelle: Greenpeace-Pressemitteilung