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Mehr "Bio" für die Bio-Stadt Hamburg

Auf der gut besuchten Veranstaltung zum Thema "Mehr Bio für die Bio Stadt Hamburg" diskutierten Vertreterinnen und Vertreter der politischen Parteien, wie sie die Qualität der Lebensmittel in Kitas, Schulen und Krankenhäusern verbessern können. Eingeladen hatte die Stiftung World Future Council und das Bündnis Bio-Stadt Hamburg, der NABU und RENN.Nord.

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Zunächst referierte Emma Peyron vom Copenhagen House of Food begeistert, wie die Stadt es geschafft hat, die Qualität der angebotenen Speisen mit einer 90 prozentigen Versorgung durch Biolebensmittel in öffentlichen Einrichtungen zu steigern. Die Schulung der Küchenkräfte war hier ein zentraler Schlüssel zum Erfolg.

Frau Mücella Demir, Projektleiterin der Stadt Bremen, erläuterte Erfolgselemente der Stadt, die Verpflegung in Bremens Kitas und Schulen auf 100 Prozent "Bio" bis 2022 umzustellen. Hierzu gibt es einen politischen Beschluss, der nun in die Tat umgesetzt wird.

Dr. Stierand von der "Kantine Zukunft Berlin" berichtete, wie Küchen nach dem Kopenhagener Modell beraten werden. Ziel ist es, auch in Berlin den Anteil an ökologischen Lebensmitteln in der öffentlichen Verpflegung signifikant zu erhöhen. In Berlin wurde beschlossen, einen stufenweisen Anstieg von 15 Prozent auf nunmehr 50 Prozent "Bio" im Essen der Berliner Grundschulen zu erreichen. Das Kopenhagener Modell basiert auf dem erfolgreichen Copenhagen House of Food, das 2007 gegründet wurde und die Mission hat, die Qualität der von Kopenhagen für Bürgerinnen und Bürger angebotenen Mahlzeiten zu erhöhen, ohne dass zusätzliche Kosten für den Wareneinsatz entstehen.

Die Hamburger Stiftung World Future Council hatte den dänischen Bioaktionsplan Dänemarks mit ihrem Future Policy Award in Silber zusammen mit der UN Welternährungsorganisation ausgezeichnet.

Zur Präsentation über das erfolgreiche Copenhagen House of Food klicken Sie bitte hier.

Von der Hamburger Politik waren vertreten: Anne Krischok (SPD), Ulrike Sparr (Bündnis90/Die Grünen), Antje Müller (CDU), Stephan Jersch (die Linke) und Dr. Kurt Duwe (FDP).

Die Politikerinnen und Politiker besprachen, dass es in der neuen Legislaturperiode eine Ernährungsstrategie auch für Hamburg geben sollte. Diese sollte überparteilich und behördenübergreifend unter Einbindung der Zivilgesellschaft entwickelt werden. Das Ziel wäre die Qualität der angebotenen Speisen durch den Einsatz von Bio Lebensmitteln zu erhöhen und von den anderen städtischen Beispielen wie der Stadt Kopenhagen; Berlin und Bremen zu lernen.

Alexandra Wandel vom World Future Council:

"Wir müssen weg vom Junk Food in vielen Hamburger Kitas und Schule und hin zu einer gesundheitsförderlichen und umweltfreundlichen Ernährung. Wir erwarten von der Hamburger Politik eine Ernährungsstrategie mit klaren Zielen, die eine bessere Qualität, Umwelt und Klimaschutz sicherstellt im Interesse unser Kinder und Enkel."

Tina Zurek vom Ökomarkt e.V.:

"Hamburg hat bereits erste politische Beschlüsse für eine nachhaltige Beschaffung in öffentlichen Einrichtungen gefasst, diese gilt es in Zusammenarbeit mit allen Behörden und der breiten Expertise der zivilgesellschaftlichen Akteure umzusetzen. Dafür brauchen wir aber wie in Bremen oder Kopenhagen verbindliche Prozent-Ziele für Kita, Schule und andere öffentliche Einrichtungen. Wir hoffen, dass nach den Wahlen in Hamburg die neuen Bürgerschaft ernsthaft an dem Thema arbeitet. Die Zeit ist (über)reif dafür".

Die Veranstaltung wurde organisiert von der Stiftung World Future Council und dem Verbraucherinnen- und Verbraucherbündnis Bio-Stadt Hamburg, welchem Alternation e.V., Agrarkoordination, BUND – Hamburg, Ernährungsrat Hamburg, Fair Trade Stadt Hamburg, Gemeinwohl-Ökonomie Hamburg, Greenpeace Hamburg, Initiative Gentechnikfreie Metropoloregion Hamburg, Mobile Bildung e.V., Ökomarkt Verbraucher-und Agrarberatung e.V., Slow Food Hamburg, SolaWi Vierlande, Umwelthaus am Schüberg und Zukunftsrat Hamburg angehören, sowie von RENN.nord und dem NABU Landesverband Hamburg e.V. Sie wird unterstützt von der Agrarkoordination, BUND Hamburg, Katholischen Akademie Hamburg, Ökomarkt Verbraucher-und Agrarberatung e.V. sowie vom Umwelthaus am Schüberg.

Quelle: Pressemitteilung Ökomarkt Hamburg

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