Service


10.08.2018

1. Treffpunkt Öko-Kartoffeln auf der Fachmesse Potato Europe

Logo KÖN

Auf der Fachmesse Potato Europe vom 12. bis 13. September auf dem Rittergut Bockerode bei Hannover finden Interessierte auf dem "Treffpunkt Öko-Kartoffeln" vielfältige Informationen rund um den Anbau und die Vermarktung von Kartoffeln.

Gute Preise aber eine große ackerbauliche Herausforderung – die Öko-Kartoffelerzeugung ist ein Feld für Spezialistinnen und Spezialisten. Welche Voraussetzungen Landwirtinnen und Landwirte mitbringen müssen, wie die Abnahme organisiert ist und wie man im ökologischen Anbau Unkraut und Schädlinge in den Griff bekommt, darüber informiert der 'Treffpunkt Öko-Kartoffeln' auf der Fachmesse Potato Europe vom 12. bis 13. September auf dem Rittergut Bockerode bei Hannover. Organisiert wird der "Treffpunkt Öko-Kartoffeln" vom Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen (KÖN). Rund 20 Aussteller werden daran teilnehmen.

Es ist das erste Mal, dass die Fachmesse Potato Europe den Öko-Kartoffeln eine 'Messe in der Messe"' widmet. Rund um und im Öko-Pavillon mit der Standnummer GA 46 werden die Aussteller Dienstleistungen, Forschungsergebnisse, Betriebsmittel und Maschinen für die mechanische Unkrautbekämpfung vorstellen. Auch mehrere Abnehmer von Öko-Kartoffeln und eine Erzeugergemeinschaft sind dabei. Im Vortragsprogramm werden Expertinnen und Experten zu Wort kommen und mit dem Publikum diskutieren.

25 Prozent der deutschen Öko-Kartoffeln wachsen zwischen Cuxhaven und Göttingen. "Niedersachsen ist das Bundesland mit der höchsten Öko-Kartoffelkompetenz. Für die 'Potato Europe' haben wir Experten zusammengeholt, um über alle Aspekte des Öko-Kartoffelanbaus sowie über die Chancen und Risiken zu informieren", sagt Carolin Grieshop, Geschäftsführerin des KÖN, das den 'Treffpunkt Öko-Kartoffeln' organisiert.

Beratung und Vermarktung

Im Öko-Pavillon Standnummer GA 46 ist das Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen (KÖN) erster Ansprechpartner für umstellungsinteressierte Landwirtinnen und Landwirte. Dort werden die Öko-Anbauverbände Demeter, Naturland und Bioland vertreten sein sowie der Bio-Kartoffel-Erzeugerverein. Auch die Abnehmer von Öko-Kartoffeln sind dabei. Die Erzeugergemeinschaft Bio-Kartoffel Nord vermarktet Frischmarkt-Ware und absortierte Kartoffeln an Verarbeiter.  Ökokontor ist einer der größten Bio-Kartoffelabnehmer Deutschlands und informiert über seine Abnahmebedingungen. Auch die Marktgesellschaft der Naturland-Bauern hat einen Stand im Öko-Pavillon.

Forschung

Kartoffel-Neuzüchtungen, die unempfindlich gegenüber Krautfäule sind, zeigt die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft. Basis der Züchtung sind resistente Wildkartoffeln. Wie Kompost aus dem Kompostwerk auf den Öko-Kartoffelanbau wirkt, steht im Mittelpunkt eines Projektes, das vom KÖN bearbeitet wird. Das KÖN stellt Versuchsergebnisse vor. Die Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden arbeitet an biologischen Verfahren zur Stickstoffversorgung von Öko-Kartoffeln und Maßnahmen gegen Rhizoctonia. Dabei spielt der gezielte Anbau von Zwischenfrüchten eine Rolle, über die die Hochschule an ihrem Stand informiert. Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen zeigt Öko-Kartoffeln aus ihren Landessortenversuchen.

Maschinen

Die Unkrautregulierung ist im Öko-Kartoffelanbau eine wichtige Maßnahme. Das Unternehmen Treffler stellt Striegel und Hackgeräte vor. Die Maschinenfabrik Schmotzer zeigt eine Kombi-Hackmaschine, die in einem einzigen Arbeitsgang die Furchensohle und die Dammwände hackt und die aufgehackte Erde wieder in Dammform bringt. Wie Maschinen durch Ultraschalltechnik nachträglich ausgerüstet werden können, das zeigt das Unternehmen Reichhardt Steuerungstechnik. Es stellt eine mit Präzisionstechnik ausgestattete Anbaugerätelenkung für die Anlage von Dämmen wie für das Blindhacken vor. Mehrere Maschinen werden im Einsatz gezeigt.

Betriebsmittel

Im Öko-Kartoffelbau ist die Bekämpfung von Schadinsekten und Pilzerregern anspruchsvoll. Eine Strategie setzt auf die Stärkung der Pflanze. Das Unternehmen Biofa hat ein biologisches Netzmittel entwickelt, das die Phytophthora-Bekämpfung vereinfacht. Mit dem Pilz Metarhizium kann der Drahtwurm bekämpft werden. Biocare stellt das derzeit einzige zugelassene Verfahren vor. Bodenhilfsstoffe und Pflanzenhilfsmittel sowie physikalische Verfahren zur Aktivierung von biologischen Prozessen präsentiert das Unternehmen Plocher. Zur Stärkung von Kartoffeln setzt das Unternehmen Intrachem Bio Deutschland Trichoderma-Arten ein. Dünger und Bodenverbesserer aus pflanzlichen und tierischen Rohstoffen zeigt Beckmann & Brehm auf dem 'Treffpunkt Öko-Kartoffeln'.

Auch das Netzwerk Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau beteiligt sich am 'Treffpunkt Öko-Kartoffeln' mit einem Stand, Standnummer GA 47. Dort wird der Biolandhof Ellenberg selten angebaute und ausgefallene Kartoffelsorten vorstellen.

Quelle: Pressemitteilung des Kompetenzzentrums Ökolandbau Niedersachsen