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15.04.2019

Bioland-Hof Hörz gewinnt den Bundespreis "Zu gut für die Tonne"

Logo Bioland e.v. - Bioland-Hof Hörz gewinnt den Bundespreis "Zu gut für die Tonne"

Der Bioland Gemüsehof Hörz aus Filderstadt-Bonlanden wurde vergangene Woche in Berlin vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft mit dem Bundespreis "Zu gut für die Tonne" ausgezeichnet.

Für ihr Projekt "Bodenschätze", in Kooperation mit der Universität Hohenheim, erhielt der Bioland-Betrieb den Förderpreis zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung. Der Gemüsehof verkauft aus der Norm fallende und schwer zu vermarktende Erträge vergünstigt an Studierende, so werden aus krummem Gemüse wahre Bodenschätze. "Wir sind sehr stolz darauf, dass wir aus über 100 tollen Projekten ausgesucht wurden und freuen uns, dass dieses wichtige Thema unterstützt und unser Engagement honoriert wird", freut sich Beate Hörz, Betriebsleiterin des Gemüsehof Hörz. "Uns geht es bei dem Projekt vor allem darum, Anreize zu schaffen. Wir wollen eine Diskussion anregen und in der Bevölkerung ein Bewusstsein für die unnötige Lebensmittelverschwendung schaffen. Die Auszeichnung des Bundesministeriums hilft uns dabei natürlich." Jährlich wird mehr als ein Drittel der Ernte entsorgt, weil das Obst und Gemüse nicht der Norm hinsichtlich Form, Farbe oder Größe entspricht. Schätzungen zufolge werden in Europa jährlich 50 Millionen Tonnen an genießbaren Lebensmitteln vernichtet. In Privathaushalten werden pro Jahr circa 55 Kilogramm Lebensmittel weggeworfen. Vor allem Obst, Gemüse und Brot landen in der deutschen Mülltonne. "Wenn man diese Zahlen hört, wird schnell deutlich, dass hier Handlungsbedarf besteht", so Hörz weiter. Ihr Gemüsehof widmet sich daher aktuell der Planung für die Fortsetzung des Projekts "Bodenschätze" an der Universität Hohenheim, um auch in Zukunft so viele Lebensmittel wie möglich zu retten.

Quelle: Bioland e.V.