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16.10.2019

BioNord in Hannover

Logo Bionord - BioNord in Hannover

Mit der BioNord in Hannover endete am 13. Oktober das BioMessen-Quartett 2019. 4.095 Fachbesucherinnen und -besucher, 1,5 Prozent mehr als im Vorjahr, nutzten die Gelegenheit, sich über Bio-Lebensmittel, Naturkosmetik und Reformwaren zu informieren.

412 Aussteller präsentierten dem Fachpublikum, das zu über 70 Prozent im Bio-Handel tätig ist, ihre Angebote. "Ein erfolgreicher Abschluss für das BioMessen-Jahr 2019", bilanziert Bio-Messen-Veranstalter Matthias Deppe.

Im Fokus standen Neuprodukte, junge unbekannte Marken und natürlich potenzielle Umsatzbringer für die Advents- und Weihnachtssaison. Angetan von der Produktvielfalt und Präsentation zeigte sich Barbara Otte-Kinast, Niedersächsische Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Sie hob die Lebendigkeit des Messegeschehens hervor: "Das ist ein Wachstumsmarkt, das merkt man. Die Firmen, die sich hier präsentieren, darunter ja auch viele niedersächsische Unternehmen, sind sehr kreativ, sehr innovativ und es sind Querdenker. Sie sind sehr, sehr gut vernetzt, hier werden viele Dinge positiv nach vorne gedacht. Das eröffnet auch viele Chancen für unsere Landwirtschaft in Niedersachsen: Da geht was, und das spürt man auf dieser Messe heute."

Die Minimierung von (Plastik-)Verpackungen, nicht nur für Bio-Kundinnen und -Kunden ein wichtiges Anliegen, war ebenfalls immer wieder Thema. Unter der Überschrift "Wie unverpackt geht unverpackt?" bot die BioNord einem zahlreichen und aufmerksamen Publikum eine echte Fachdiskussion. Auf dem Podium: Lose-Laden-Inhaber Michael Albert, Nicol Gärtner von Biovegan, einem Hersteller, der sich vorgenommen hat, bis 2020 plastikfrei zu sein, Charlotte Ruck von der Spielberger Mühle, die zunehmend auf Papierverpackungen setzt, und Nina Schritt als Vertreterin des Großhandels Kornkraft, der sich mit dem Thema Verpackung entlang der Lieferkette intensiv auseinandersetzt. Facettenreich beleuchteten sie das komplexe Thema und setzten dabei unterschiedliche Schwerpunkte: Von der Vermeidung jeglicher Verpackung über die Verbesserung notwendiger Verpackungen, die ja auch Produktsicherheit und -Qualität gewährleisten, bis hin zu technischen und juristischen Fragen, zum Beispiel nach Folienmaterialien und Produkthaftung – hier wurden in kurzer Zeit viele Fragen beleuchtet.

Ein weiteres Motiv, das an den Ständen und Gängen immer wieder anklang, war die Bewältigung der Klimakrise und der Beitrag, den Bio dazu leisten kann. "Das Thema Klima ist das wichtigste Thema zur Zeit überhaupt. Wir brauchen uns über viele Sachen keine Gedanken mehr zu machen, wenn wir da nicht vorankommen", stellte Elke Röder, Geschäftsführerin Bundesverband Naturkost Naturwaren BNN e. V., fest. Sie lobte das Engagement der BioMessen, die bereits seit 2014 klimaneutral stattfinden und dabei unmittelbar den ökologischen Landbau in Deutschland unterstützen. Auch der Bio-Fachhandel könne beim Thema Klima punkten: "Die Lieferketten sind im Vergleich zu den langkettigen komplexen internationalen Lieferstrukturen, die im konventionellen Lebensmitteleinzelhandel üblich sind, recht kurz und damit tendenziell sehr viel klimafreundlicher." Warum der Bio-Fachhandel als Einkaufsort mehr ist als nur ein Drehkreuz für Produkte mit Bio-Siegel, darum ging es auch am Stand des BNN.

Wie bereits zwei Wochen zuvor auf der BioSüd stellte der Schirmherr der BioMessen die Branchen-Kampagne "Öko statt Ego" vor. Mit ihr sollen Verbraucherinnen und Verbrauchern die Mehrwerte des Einkaufs im Bio-Fachhandel kommuniziert werden, der sich von Anfang an für Themen wie Klimaschutz, Artenvielfalt und ein faires Miteinander stark macht. "Was auf jeder der BioMessen spürbar ist: Die Akteure unserer Branche setzen unterschiedliche Schwerpunkte und haben manchmal auch unterschiedliche Auffassungen. Aber in erster Linie sind wir gemeinsam auf dem Weg in eine nachhaltigere Zukunft", fasst BioMessen-Veranstalter Wolfram Müller zusammen. "Wir freuen uns bereits jetzt auf spannende Aktivitäten im nächsten Jahr."

Die BioNord in Hannover bildet den Abschluss des BioMessen-Quartetts 2019. Die Termine für 2020 stehen bereits fest: Am 19. April geht es weiter mit der BioWest in Düsseldorf.

Über die BioMessen

Die BioMessen sind eine Angebots- und Kommunikationsplattform für die Akteure der deutschen Bio-Branche. Sie richten sich ausschließlich an Fachbesucher, unter anderem aus Naturkost- und Reformwarenhandel, Bio-Supermärkten, selbstständigem Lebensmitteleinzelhandel, Spezialitätenhandel, Gastronomie- und Großverbraucher. Aussteller sind sowohl die bundesweiten Lieferanten des Bio-Fachhandels aus den Bereichen Bio-Lebensmittel und Naturkosmetik sowie der entsprechende Großhandel. Hinzu kommen regionale Anbieter wie zum Beispiel Winzerereien, Käsereien, Imkereien. Mit individuellen und authentischen Produkten leisten diese oft handwerklich arbeitenden Betriebe einen unverzichtbaren Beitrag zur Vielfalt und Lebendigkeit des qualitativ hochwertigen Bio-Lebensmittelangebots.

Auf Gemeinschaftsflächen präsentieren sich die Anbauverbände des ökologischen Landbaus (unter anderem Bioland, Biokreis, Demeter, Naturland) mit zahlreichen Unterausstellern. Angebote aus dem Reformwarenbereich werden auf der Sonderfläche ReformWelt unter Schirmherrschaft der Reformhaus eG gebündelt. Alle auf den BioMessen ausgestellten Produkte unterliegen klaren Kriterien und Zertifizierungsanforderungen. Diese orientieren sich an den Sortimentsrichtlinien des Bundesverbands Naturkost Naturwaren BNN e. V., der auch Schirmherr der Veranstaltung ist. Alle vier BioMessen sind klimaneutral.

Quelle:Biomessen