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16.11.2018

Hasenberghof gewinnt den Zukunftspreis 2018 für mutige Existenzgründung

Anna und Jörg Ostermeier, Foto: SÖL

Die Zukunft des Ökolandbaus liegt in unseren Händen – und wir machen was draus! Das ist das Signal des Öko-Junglandwirte-Zukunftspreises, der dieses Jahr bereits zum dritten Mal verliehen wurde.

Der Preis wurde vom Öko-Junglandwirte-Netzwerk für besonders zukunftsweisende, innovative oder herausragende Tätigkeiten, Projekte oder Initiativen ausgeschrieben. Dabei konnten sich alle jungen Menschen aus dem Bereich des Ökolandbaus bewerben.

Die diesjährigen Gewinner, Anna und Jörg Ostermeier aus Oberbayern, konnten den Preis krankheitsbedingt leider nur via Skype-Schaltung entgegennehmen. Umso eindrücklicher kam die leidenschaftliche Schilderung der Preisträgerin beim Publikum an. Anna Ostermeier erzählte von dem langen Entscheidungsprozess vor ihrer Betriebsgründung im Jahre 2016. Das junge Paar wollte den elterlichen Hof zwar übernehmen, sah aber in der damaligen Situation (Milch-Kühe in Anbindehaltung mitten im Dorf) keine Zukunft für den Betrieb. Unter anderem inspiriert von einem Alm-Sommer sowie der Öko-Junglandwirte-Tagung 2015 fiel der Entschluss, eine biologische Hühnerhaltung mit zweimal 3.000 Legehennen aufzubauen. Das Besondere an dem Vorhaben war die weitgehend ökologische Bauweise des Stalls, der fast ausschließlich aus Holz besteht. Zudem wurden die hohen Biolandrichtlinien übertroffen, denn die Hühner verfügen über noch mehr Platz pro Tier und haben einen weitläufigen Waldgarten als Auslauf bekommen. Auch das Bruderhahn-Projekt war dem jungen Paar ein wichtiges Anliegen.

In den letzten zwei Jahren wurde geplant, gewerkelt und gebaut sowie eine nachhaltige Vermarktung aufgebaut. Vor gut einem Jahr, im Herbst 2017, konnten die ersten Tiere einziehen. Seitdem ist die neu errichtete Aussiedler-Hofstelle in Betrieb und der Hasenberghof wird belebt von glücklichen Zweinutzungshühnern. Die Bruderhähne werden auf einem Partnerbetrieb aufgezogen. Den Betriebsgründern ist es aber wichtig, dass auch die Bruderhähne komplett vom Hasenberghof vermarktet werden.

Überzeugen konnten die beiden jungen Hofgründer nicht nur mit der Umsetzung einer zukunftsträchtigen Hühnerhaltung, sondern auch mit dem festen Willen, mit gutem Beispiel voran zu gehen: "Auch in Zeiten der Unsicherheit muss man seinen Weg vor Augen haben. Anfangs ist er völlig unklar und verschwommen, aber mit der Zeit - und das kann dauern - wird es immer klarer. Nicht aufgeben, nicht unterkriegen lassen, weitermachen, zusammenhalten! Und jeden noch so kleinen Schritt nach vorne feiern!"

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