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02.11.2018

Höfken: Bioprodukte aus der Region fördern

Logo Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz

Während der Thementage "Ökologischer Landbau – konkret: Von der Weide auf den Teller" besuchte Umweltministerin Ulrike Höfken Bio-Pioniere aus Rheinland-Pfalz. Sie begleitete exemplarisch das Bioprodukt "Rindfleisch" in seiner gesamten Wertschöpfungs- und Verarbeitungskette.

Die Verbrauchernachfrage nach Bioprodukten steigt: Im Jahr 2017 alleine um rund sechs Prozent. "Ein Viertel der Bevölkerung kauft regelmäßig Bio-Lebensmittel ein. Dabei achten die Verbraucherinnen und Verbraucher insbesondere auf ökologisch erzeugte Produkte aus der Region. Mit unserem Öko-Aktionsplan wollen wir das Angebot an ökologisch erzeugten Produkten aus Rheinland-Pfalz ausbauen und die Nachfrage mit Bio-Lebensmitteln aus der Region stärken. Zum Beispiel sollen in der Kita- und Schulverpflegung künftig 50 Prozent regionale Produkte und 30 Prozent Lebensmittel aus ökologischer Erzeugung zum Einsatz kommen", erklärte Umweltministerin Ulrike Höfken am 31. Oktober bei ihren Betriebsbesuchen bei der Öko-Marktgemeinschaft Saar-Pfalz-Hunsrück (ÖMG) sowie dem Felschbachhof zum Abschluss der Öko-Thementage "Ökologischer Landbau – konkret".

Regionale Betriebe schaffen Transparenz und Vertrauen, da die Haltungsbedingungen sowie die Produktion vor Ort für die Verbraucherinnen und Verbraucher direkt nachvollziehbar sind. Zur Verbrauchertransparenz gehöre auch eine klare Kennzeichnung, so Höfken weiter. "Daher setzen wir uns bei der Tierwohl-Kennzeichnung dafür ein, dass Bio-Frischfleisch analog zu den Bio-Frischeiern die höchste Kennzeichnungsstufe erhält."

ÖMG vernetzt Erzeuger, Verarbeiter und Großküchen

Die ÖMG beliefert den Einzelhandel, Gastronomie, Küchen und Kitas mit Bioprodukten von rund 40 regionalen Erzeugern. Die Marktgemeinschaft vernetze Erzeuger, Verarbeiter und Großküchen, übernehme eine zentrale Bündelungsfunktion und steigere so den Absatz von biologischen Lebensmitteln aus der Region, führte Höfken an. "Erfolgreiches Wirtschaften und Nachhaltigkeit gehen hier Hand in Hand. Um den Anteil an ökologischen Produkten aus Rheinland-Pfalz zu erhöhen, fördern wir mit unserem Öko-Aktionsplan Investitionen in die Verarbeitung und Vermarktung von regionalen Erzeugnissen. Mit den Maßnahmen wollen wir bestehende Logistikstrukturen und damit auch die Vermarktung von Produkten aus der bäuerlichen Bio-Landwirtschaft ausbauen", erklärte die Ministerin.

Felschbachhof setzt seit 2008 auf Bio-Küche

Auch der Felschbachhof sei ein hervorragendes Beispiel, wie es erfolgreich gelinge, ökologische Produkte aus der Region zu verarbeiten, führte Höfken an. Seit 2008 ist das Restaurant biozertifiziert und serviert seinen Gästen auch Gemüse aus dem eigenen Restaurantgarten. "Das Nachhaltigkeits-Engagement des Felschbachhofs hört jedoch nicht etwa mit den angebotenen 'klimalight'-Gerichten im Restaurant auf: Das Hotelgebäude ist klimaneutral und der benötigte Strom wird in zwei Blockheizkraftwerken selbst produziert. Damit ist der Felschbachhof als nachhaltiger Hotelbetrieb wichtiger Pionier und Vorbild zugleich", sagte die Umweltministerin abschließend.

Zum Hintergrund:

Während der Thementage "Ökologischer Landbau – konkret: Von der Weide auf den Teller" besucht Umweltministerin Ulrike Höfken Bio-Pioniere aus Rheinland-Pfalz. Sie begleitet exemplarisch das Bioprodukt "Rindfleisch" in seiner gesamten Wertschöpfungs- und Verarbeitungskette: Vom Biohof über den Metzger bis hin zum Direktvermarkter und Restaurant.

Die ökologisch bewirtschaftete Fläche in Rheinland-Pfalz ist von 2010 bis 2017 von fünf auf zehn Prozent gestiegen: Das entspricht einer Flächenzunahme von 83 Prozent. Jeder neunte Betrieb im Land ist mittlerweile ein Biohof. Das Ziel der Landesregierung ist, den Anteil der ökologischen Landwirtschaft in den kommenden Jahren mit dem Öko-Aktionsplan auf 20 Prozent zu erhöhen.

Auf der Webseite des Umweltministeriums finden Sie den Öko-Aktionsplan Rheinland-Pfalz (PDF-Datei). Hier finden Sie das Booklet zum Öko-Aktionsplan.

Quelle: Pressemitteilung des Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten des Landes Rheinland-Pfalz