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30.01.2019

Klöckner: "Unser Handeln muss enkeltauglich sein"

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Die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, hat am 29. Januar aktuelle Vorhaben und Aktivitäten ihres Ministeriums vorgestellt.

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner:

"Nachhaltigkeit bedeutet für mich vor allem, dass unser Handeln enkeltauglich ist. Und besonders in der Land- und Ernährungswirtschaft ist dieser Anspruch ein hohes Gut, wo Betriebe häufig von Urenkeln der Gründer geführt werden – hier wird nicht in Quartalen gedacht.   

Zugleich ist die Landwirtschaft ein Bereich, in dem viele Zielkonflikte aufeinander prallen. Nehmen wir das Beispiel der Böden, die begrenzt sind und von vielen genutzt werden wollen. Es geht hier um Wohnbebauung, Infrastruktur, aber eben auch um die Produktion von Lebensmitteln und den Anbau nachwachsender Rohstoffe, wenn wir die Nutzung fossiler Ressourcen spürbar reduzieren wollen. Aber allein in den vergangenen 20 Jahren haben wir in Deutschland eine Million Hektar Agrarfläche verloren. Das will ich aufhalten: bis zum Jahr 2030 wollen wir den Flächenverbrauch auf unter 30 Hektar pro Tag verringern, um den Vorrang der Ernährungssicherung zu wahren sowie wertvolle Naturräume zu erhalten.   

Zudem setze ich mich dafür ein, die ökologisch bewirtschaftete Fläche bis zum Jahr 2030 auf 20 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche auszuweiten. Dafür schaffen wir Anreize, unter anderem mit unserem Bundesprogramm Ökologischer Landbau. Die verfügbaren Fördermittel habe ich deutlich erhöht, von 20 auf 30 Millionen Euro.    

Ein weiteres Ziel ist die Reduzierung der Lebensmittelverschwendung – hier sind wir alle gefragt, denn pro Person und Jahr landen durchschnittlich 82 Kilogramm Lebensmittel in der Tonne. Mit meinem Ministerium schaffe ich hierfür Bewusstsein, zudem haben wir ein Eckpunktepapier erarbeitet.    Grundsätzlich ist der behutsame Umgang mit der Erde und ihren Ressourcen Richtschnur für unser politisches Handeln. Eine Landwirtschaft, die weltweit gleichermaßen effizient und ressourcenschonend arbeitet, ist daher Voraussetzung dafür, dass die Generationen nach uns noch ein gutes Leben führen können."  

Hintergrund:

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) ist ein Beratergremium der Bundesregierung für alle Fragen der nachhaltigen Entwicklung. Seine Mitglieder werden von der Bundeskanzlerin berufen. Er ist ein wichtiger Akteur im gesellschaftlichen Dialog und fungiert als Scharnier zwischen Gesellschaft und Politik.   

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Rats für nachhaltige Entwicklung.

Druckfähige Fotos finden Sie in Kürze auf der Webseite des BMEL.

Quelle: BMEL