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29.05.2019

Milchmarkt 2018: Höhere Milcherzeugung trotz Dürre

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Der neue Bericht zur Markt- und Versorgungslage Milch zeigt: Im Jahr 2018 stieg die Kuhmilcherzeugung in Deutschland trotz des trockenen Sommers auf 33 Millionen Tonnen an. Erstmals wurde über eine Million Tonnen Biomilch produziert.

Im Jahr 2018 stieg die Kuhmilcherzeugung trotz des trockenen Sommers um 1,4 Prozent auf 33 Millionen Tonnen an. Ökologisch erzeugte Milch machte einen Anteil von 3,5 Prozent an den gesamten Milchanlieferungen aus und lag 19 Prozent über dem Vorjahreswert. Höhere und stabilere Einnahmen waren bei Ökomilch möglich: Im Jahresdurchschnitt 2018 lag der Preis mit 48,37 Cent pro Kilogramm um 14 Cent höher als bei konventionell erzeugter Milch mit 34,37 Cent. Im Gegensatz zu konventionell erzeugter Milch stieg die Biomilchmenge 2018 in fast allen Monaten verglichen mit den jeweiligen Vorjahresmonaten im zweistelligen Prozentbereich an.

Zahl der Milchbauern gesunken – rund 98.000 Milchkühe weniger

Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes gaben 2.969 der vormals 65.782 Milchviehhalterinnen und Milchviehhalter in Deutschland den Betrieb im Jahr 2018 auf (minus 4,5 Prozent); etwa die Hälfte davon in Bayern. Tendenziell betraf dies vermehrt kleinere Betriebe. Dürrebedingt verringerte sich die Anzahl der Milchkühe um etwa zwei Prozent.

Milchleistung gestiegen

Anders verhielt sich die Milchleistung: Durchschnittlich gab eine Kuh 8.059 Kilogramm Milch; 2017 waren es noch 7.763 Kilogramm.

Quelle: Pressemitteilung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)