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Staats­se­kretärin Bender ehrt Landwirt­schafts­be­triebe für Naturschutz­maß­nahmen

Brandenburgs Agrarstaatssekretärin Silvia Bender ehrte auf dem Landgut Hennickendorf in Dobbrikow fünf landwirtschaftliche Betriebe, die sich durch ihr Engagement für den Arten- und Umweltschutz auszeichnen. Die Betriebe wurden offiziell zu Demonstrationsbetrieben im Modellprojekt "Naturschutzberatung Brandenburg" ernannt.

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Die Betriebsleiter – Jürgen Frenzel (Landgut Hennickendorf GmbH), Helmut Querhammer (Döberitzer Heide-Galloways), Thomas Domin (Landwirtschaftsbetrieb Domin), Guido Leutenegger und Robert Jäckel (Natur Konkret GmbH) sowie Jürgen Piesker (MURI GmbH) – erhielten von der Agrarstaatssekretärin jeweils das Schild „Demonstrationsbetrieb für Naturschutz in der Landwirtschaft“. Damit würdigte Silvia Bender die naturverträgliche Landwirtschaft der Betriebe,  die im Rahmen des Modellprojekts nach dem Prinzip „Landwirt lernt von Landwirt“ naturschutzfachliches Wissen und Erfahrungen zu schonenden Bewirtschaftungsverfahren vermitteln.

„Wir brauchen die Landwirtschaft, um Artenvielfalt zu erhalten. Ich freue mich, dass die heute geehrten Betriebe Zeit und Energie investieren, um Wissen an andere Landwirte weiterzugeben und einen fachlichen und praktischen Austausch zwischen konventionell und ökologisch wirtschaftenden Landwirten aufzubauen und mit Leben zu erfüllen. Mein Dank geht an die Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg, die dieses für den Naturschutz wichtige Netzwerk von Demonstrationsbetrieben aufbaut“, so die Agrarstaatssekretärin.

Bei der anschließenden Exkursion zu den Naturschutzflächen des Landguts Hennickendorf erläuterte Betriebsleiter Frenzel die Integration von Naturschutzmaßnahmen in das eigene Betriebskonzept. Das Landgut mästet 500 Bullen und setzt auf seinen 850 Hektar Betriebsfläche vielfältige Natur- und Klimaschutzmaßnahmen, wie mehrjährige Blühflächen sowie vielfältige Maßnahmen zur Moorrenaturierung, um.

Landwirt Jürgen Frenzel: "Der Landwirt trägt die Verantwortung für die Natur und agiert in ihr. Wenn wir als Landwirte in der Gesellschaft bestehen wollen, müssen wir gemeinsam mit dem Naturschutz agieren und Verantwortung übernehmen. Dazu brauchen wir Landwirte mehr Wissen seitens des Naturschutzes sowie finanzielle Förderungen. Denn Naturschutz bedeutet auch Anstrengung für den Landwirt, und ihn ökonomisch umzusetzen, ist im Kampf ums Überleben oft schwierig."

Hintergrund

Das Modellprojekt Naturschutzberatung Brandenburg ist ein Kooperationsprojekt der Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg e. V. in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Verband für Landschaftspflege, dem Landesamt für Umwelt sowie verschiedenen Agrarbetrieben (Laufzeit: 12/2018 – 12/2022).

Das Projekt „Entwicklung, Erprobung und Evaluierung eines übertragbaren Modells einer einzelbetrieblichen Naturschutzberatung im Land Brandenburg“ wird durch das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz des Landes Brandenburg im Rahmen des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums gefördert.

Mehr Infos zu den fünf Landwirtschaftsbetrieben finden Sie im Projektflyer (PDF-Datei).

Quelle: Pressemitteilung der Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg (FÖL) e.V.

 

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