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Tipps fürs Bio-Gärtnern in der Stadt

Die Ergebnisse einer neuen BÖLN-Studie zeigen: Viele Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtner möchten biologisch anbauen – wissen aber nicht wie. Deshalb hat ein Expertinnen- und Expertenteam unter dem Motto "Kleine Gärten – große Wirkung" nun praxisnahe Broschüren und Anleitungen für Schnupperkurse veröffentlicht. Leitlinien zum biologischen Gärtnern gibt es in Deutsch und weiteren Sprachen.

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In der kostenfreien Broschüre "Kleine Biogärten mit großer Wirkung" finden Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, Gartenfreundinnen und -freunde und weitere Interessierte viele Vorschläge für konkrete Bildungsangebote und praktische Umsetzungsbeispiele zum biologischen Gärtnern: von Skripten zum Biogarten-Schnupperkurs bis hin zum Alte-Sorten-Workshop. Für gemeinsame Aktionen mit Migrantinnen und Migranten gibt es den Leitfaden "Biologisches Gärtnern mit Migrant*innen – Empfehlungen für gemeinsame Bildungsprojekte".

Biogarten-Leitlinien als Basis

Entwickelt hat die Materialien das Projektteam aus Demeter e.V., Bioland Beratung GmbH, der Werkstatt für Biodiversität DAUCUM sowie Gartenakademien und Kleingartenvereinen zur Förderung des biologischen Gärtnerns in Städten. Außerdem hat das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) zusammen mit Migrantenselbstorganisationen den Leitfaden für Gärtnerinnen und Gärtner mit Migrationshintergrund entwickelt. Basis dafür sind die sogenannten Biogarten-Leitlinien. Sie beschreiben, welche Gartenpraktiken für biologisches Gärtnern stehen. Dazu gehört es beispielsweise, Bodenfruchtbarkeit und Nützlinge zu fördern sowie samenfeste Sorten und heimische Wildpflanzen zu bevorzugen. Die Biogarten-Leitlinien gibt es bereits in Türkisch und Arabisch sowie bald auch in Russisch.

Viele würden gerne umstellen – haben aber Wissenslücken

Urbanes biologisches Gärtnern steht hoch im Kurs: Während etwa die Hälfte der 560 Befragten Kleingartenvereinen und Garteninitiativen bereits biologisch gärtnert, würde ein Drittel der Kleingärtnerinnen und Kleingärtner und die Hälfte der Gemeinschaftsgärtnerinnen und Gemeinschaftsgärtner gerne dahingehend umstellen. Als wichtigstes Hindernis für die Umstellung aufs biologische Gärtnern gaben die Befragten fehlende Kenntnisse an. Dies sind die Ergebnisse der FIBL-Befragung, die am Anfang des Projekts stand. Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat die Forschungsarbeiten im Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) gefördert. Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung betreute die Arbeiten als Projektträger.

Alle Infomaterialien gibt es kostenfrei zum Herunterladen auf www.biologischgaertnern.de.

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Quelle: BLE

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