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Vier der Biospitzenköche erhalten "grünen" Michelin-Stern

Anfang März hat der Restaurantführer Guide Michelin erstmals auch eine Auszeichnung an Restaurants verliehen, die sich nachhaltiges Handeln auf ihre Fahnen geschrieben haben. Die neue Auszeichnung des Guide Michelin geht an drei Restaurantküchen der bundesweiten Initiative des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft.

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In Deutschland dürfen künftig 18 Restaurants das neue grüne Symbol nutzen, darunter drei Betriebe aus der Vereinigung der Biospitzenköche: Sebastian Junge, Restaurant "Wolfs Junge" in Hamburg, Simon Tress, Restaurant "die Rose" in Hayingen-Ehestetten sowie Marcello und Andrea Gallotti, Restaurant "erasmus" in Karlsruhe.

Seit 2003 haben sich die heute bundesweit 23 Köchinnen und Köche in ihren Restaurants und in der Außer-Haus-Verpflegung der zertifizierten Bio-Gourmetküche verpflichtet. Als Kochvereinigung sind sie eine Initiative des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN). "Die Biospitzenköche stehen für gastronomische Konzepte, in deren Mittelpunkt ein verantwortungsvoller Umgang mit Mensch, Tier, Natur und Umwelt steht. Diesen Anspruch übersetzen sie in moderne und ganz persönliche Spitzengastronomie, mit der sie auch Anregung und Vorbild sein wollen", so Elmar Seck vom BÖLN.

Nachhaltige gastronomische Konzepte bei den Biospitzenköchen

Bis ins Detail setzen die drei ausgezeichneten Bio-Restaurants Nachhaltigkeit in ihren Küchen um. Sie verwenden zu hundert Prozent Bio-Zutaten von Lieferbetrieben, zu denen sie enge Beziehungen pflegen. Sie setzen auf saisonale und regionale Produkte mit kurzen Transportwegen, die Ressourcen schonende Verwendung von Verpackung und Energie und faire Herstellungs- und Arbeitsbedingungen. In ihren Küchen ist alles handgemacht, zum Teil nach Bio-Standards sogar selbst angebaut. Sie setzen auf die wertschätzende Verwendung nahezu aller Bestandteile von Tier und Pflanze sowie den kreativen Einsatz alter Tierrassen und Gemüsesorten, die Bio-Bäuerinnen und Bio-Bauern kultivieren und erhalten. Diese Kriterien gelten, individuell und persönlich gelebt, unter ihrem Leitsatz "kochen, genießen, bewahren" für alle 23 Biospitzenköchinnen und -köche der Vereinigung.

Zum Hintergrund:

Die BIOSpitzenköche sind Teil des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN), initiiert und finanziert vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Das Bundesprogramm unterstützt im Rahmen der Zukunftsstrategie ökologischer Landbau (ZöL) das Nachhaltigkeitsziel der Bundesregierung, den Anteil der ökologisch bewirtschafteten Fläche bis zum Jahr 2030 auf 20 Prozent zu erhöhen.

Die BIOSpitzenköche:

Filme auf YouTube über die Biospitzenköche:

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