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28.08.2017

Neues Praktikernetzwerk wird eröffnet

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Mit einem vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft initiierten Netzwerk erhalten Praktikerinnen und Praktiker die Gelegenheit, zu aktuellen Fragen Anregungen für eine praxisnahe Rechtsetzung einzubringen. Biowinzer Thomas Harteneck nahm an der Auftaktveranstaltung teil.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat am 12. Juli 2017 ein Netzwerk gestartet, in dem Praktikerinnen und Praktiker aus Landwirtschaft, Gartenbau, Forstwirtschaft und Fischerei sowie der landwirtschaftlichen Beratung die Gelegenheit erhalten, zu ausgewählten aktuellen Fragen ihre Anregungen für eine praxisnahe Rechtsetzung einzubringen. Thomas Harteneck vom gleichnamigen Wein- und Sektgut nahm an der Auftaktveranstaltung als ausgewählter Praktiker teil.

In der Auftaktveranstaltung hat sich das Praktikernetzwerk mit den Themen Tierhaltung und Pflanzenbau der Zukunft, Lebensmittelwertschätzung und Digitalisierung in der Land- und Forstwirtschaft beschäftigt. Mit dabei war unter anderem Thomas Harteneck, der seit 1997 Demeter-Winzer im badischen Schliengen ist. Er erzeugt nach biodynamischen Methoden Weine und Sekte höchster Qualität. Als einer von 100 ausgewählten Praktikern lag es deshalb nahe, dass Thomas Harteneck seine Erfahrungen zur Themeninsel "Lebensmittel wertschätzen" beitrug.

In der gemeinsamen Diskussion kamen die Praktiker zu dem Ergebnis, dass die Wertschätzung für Landwirtschaft und Lebensmittel gefördert werden soll sowie die verpflichtende Herkunftsbezeichnung von letzterem. Darüber hinaus diskutierten die geladenen Gäste über die offensivere Darstellung der hohen deutschen Standards durch Politik und Medien, die Förderung von Ernährungsbildung, wie auch die Bekämpfung von Lebensmittelverschwendung. Thomas Harteneck zieht eine positive Bilanz und freut sich auf weitere Treffen und einen regen Austausch um die Politik richtungsweisend zu unterstützen.

Mit dem Praktikernetzwerk des BMEL wird ein wichtiges Anliegen aus dem Grünbuch "Landwirtschaft, Ernährung, Ländliche Räume" umgesetzt. Es ist eine neue Form der Mitwirkung fachkundiger Berufsvertreterinnen und -vertreter an Entscheidungsprozessen des Bundeslandwirtschaftsministeriums, die darauf abzielt, die Praxistauglichkeit rechtlicher Regelungen zu verbessern und Bürokratie abzubauen.

Das Wein- und Sektgut Harteneck trägt darüber hinaus auch im Alltag als Demonstrationsbetrieb Ökologischer Landbau zur Vermittlung von landwirtschaftlichem Wissen an die Menschen bei. Er ist einer von 240 vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft ausgewählten Betrieben. Unter dem Motto "Bio live erleben!" zeigt er allen Interessierten, wie weit gefächert der ökologische Landbau ist und wie er funktioniert.

Weitere Infos hier im Portal unter www.demonstrationsbetriebe.de.